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Andreas Kempffers Selbstbiographie / nach der Giessener Handschrift zum erstenmal herausgegeben eingeleitet und erläutert [von Gustav Adolf Ludwig Baur]
Entstehung
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publice subjecta. H. Lque C. Anno MDCXCVI die 18. Jan. Gissae Hassorum. Tupis Henningi Mülleri. 2. De stupendo Eraelitarum subh duce Arca Foederis per Jordanem transitu, dissertatio philologica, quam Ssub praesidio Domini M. Andrede Kempfferi, Ilustr. Paedag. Giesseni Praec. Class., fautoris, pracceptoris et cognati sui omni honoris atgue amoris cultu pro- sequendi, pablice qe‿οννονντνν õ[sic!] disquisitioni submittit Joh. Philippas Schmidius, Philologiae ac Theol. Studiosus, Alsfeldia Hassus. H. Lque consuetis. A. C. MDCXCVIT die 21. Febr. Gissae, Tupis Henningi Mülleri. Beide befinden sich auf hiesiger Universitätsbibliothek.

33)Die 4 Capite!, hier charakteristischer Weise als bekannt vor- ausgesetzt, sind eben die 4 ersten Capitel der Genesis, welche in Edzards Methode als eigentliche Grundlage des ersten Unterrichts im Hebräischen eine grosse Rolle spielten. Edzard selbst hat sie in Kupfer stechen lassen: Cuataor capita priora Geneseos hebraica, Edzardi auspiciis, cura ae sum- ptibas aeri quam emendatissime a Joach. Wichmann, scalptore hanbargensi, mneisd. Hamb. 4 ohne Jahresangabe. Von Opitz(s. oben die 6. Anm.) sind sie im 3. Theile seines Atrium linguae sanctae ausführlich analysiert worden, Bürcklin hat sie zu Frankfurt a. M. 1696 aethiopisch und latei- nisch, 1700 arabisch und lateinischin usum studiosorum drucken lassen, und G. Otho's 1702 gleichfalls zu Frankfurt a. M. erschienene Palaestra linguarum orientalium ist nichts anderes, als ein mit Einleitung und Glossar versehener Abdruck dieser 4 Capitel in der hebräischen und samarita- nischen Textesgestalt, mit den Targumim, der syrischen, samaritanischen, arabischen, aethiopischen und persischen Uebersetzung, jeder dieser Bestand- theile wieder von einer wörtlichen lateinischen Uebersetzung begleitet, und eo fine seorsum edita, ut Linguarum Stadiosi habeant, in quibus se ewerceant. Woher Karl von Raumer in seiner Geschichte der Päda- gogik(2. Aufl. II., S. 137, Anm. 1) die Notiz hat, Edzard habe A. H. Francken, nachdem dieser auf seinen Rath die 4 ersten Capitel der Genesis mit Hülfe einer Uebersetzung sich völlig geläufig und bekannt gemacht, gezeigt,dass er nun schon den dritten Theil der hebräischen Worte inne habe, weiss ich eben so wenig zu sagen, als wie es um die Richtigkeit dieser Rechnung bestellt ist.

34) Ueber die äusseren Lebensverhältnisse Georg Christian Bürck- lin's(so, nichtBürklin, schreibt er sich selbst auf dem Titel seiner Schriften) sind nur sehr spärliche Nachrichten vorhanden. Eine ausführ- lichere Biographie, welche Neubauer verheissen, ist nicht erschienen, Jöcher nennt ihn gar nicht, und selbst der emsige Strieder hat nichts weiter über ihn ermitteln können, als dass er der Sohn eines Kaufmanns