.Th. C.
hoch- eletzen gt lein, n eine hieden elt der rordens ſtuden- 1e VOr- 2n aber gleich- Zweifel Lwecke len iſt. fallung ie Tat- ſtätigt. rn eine Senate ich den Pfälzer prellt.“ Chriſt. sbrüder Schmid wurde, Hörſaal adenten
nzchen tanden. Antwort dauszug
einige en und
blatt der
Zur ältelten Geſchichte d. Verbindungsweſens an d. Gießener Ludoviciana. 95.
Kränzchen, unter ihnen die Pfälzer, zur Abſchwörung ihrer Verbindungen ⁶6). Die landgräfliche Regierung hatte schon 1773 ein wiederholtes Verbot der Ordensgeſellſchaften er- lalſen. Wegen der mit dem Ordensweſen verbundenen„augen- ſcheinlichen Geld-, Zeit- und Sittenverderbnis der ſtudierenden Jugend“ wird der Beitritt zu einer Ordensverbindung mit dem Auslchluß von jeder Beförderung im Staatsdienſte be- droht. In den alsdann 1779 erlafſenen neuen Disziplinar- geſetzen wird allen Mitgliedern von Landsmannſchaften und Ordensgeſellſchaften ſtrenge Beſtrafung, den Ordensmeiſtern, Senioren, Beiſitzern und Anwerbern die Relegation und der „Verluſt aller Hoffnung, jemals zu einem öffentlichen Amte befördert zu werden“, in Ausſicht geſtellt. Daß es mit dieſen Drohungen Ernlt war, Zeigt die Relegierung zweier„Capita societatis illicitae“ im Jahre 1781, von denen wenigſtens einer, Metzger aus Sponhein, dem Pfälzerkränzchen zuzu- rechnen ſein wird. Nochmals begegnen wir den Pfälzern in einem leider nur fragmentariſch erhaltenen Aktenſtücke des Univerſitätsarchivs vom Jahre 1784. Eine neue Unter- ſuchung hatte damals drei angebliche Ordensgelellſchaften ans Licht gebracht, die der Franken oder Schwarzen Brüder, der Zweibrücker oder Oberrheiner und endlich der Palatiner oder Desperatiſten. Wie die große Unterſuchung des Jahres 1789 ergab, war der Orden der„Schwarzen Brüder“ mit dem Harmoniſtenorden identiſch, der lich aus der fränkiſchen Landsmannſchaft rekrutierte, und neben dem auch noch 1789 in Gießen der Orden der Elſälſer oder Amiciſten fortbeſtand ⁰). Es erſcheint dagegen recht fraglich, ob die Pfälzer von 1784 in der Tat mit einem dritten Orden, dem lonſt nur noch aus Halle bekannten Desperatiltenorden in Verbindung ſtanden. Weit näher liegt es anzunehmen, daß lie, wie zehn Jahre früher, lo auch noch 1784 gemeinsam mit den Zweibrückern eine Pflanzſchule des Amiciſtenordens bildeten. Neben ſechs Oberrheinern und neun Franken haben im Jahre 1784 drei Pfälzer ihren„Orden“ feierlich abgeſchworen. Von da ab wird das Pfälzerkränzchen nicht mehr genannt. Vermutlich haben die Pfälzer Landeskinder, ſoviele ihrer überhaupt noch die Ludoviciana beſuchten, ſeit dem Ausgang des 18. Jahr- hunderts der um dieſen Zeitpunkt auftauchenden rheiniſchen Landsmannſchaft ſich angeſchlofſen.
⁶) Laukhard, Mofellanerorden, S. 105; Fabricius, Ludoviciana, S. 42; Fabricius, die Corps(1898), S. 92 f.
*) Vgl. Neue Literatur- und Völkerkunde, herausgegeben von Archen- holtz, Jahrg. 1789, Oktober, S. 385 ff.
—,


