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Generalversammlung zu Giessen : Eröffnungsrede / gehalten von dem Präsidenten der orientalischen Section der XXXVIII. Philologenversammlung Prof. Dr. B. Stade am 30. Sept 1885
Entstehung
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XLI

Protokollarischer Bericht über die in Giessen vom 30. September bis 2. October abgehaltene Generalversammlung der D. M. G.

Erste Sitzung. Mittwoch, den 30. September ½ 1 Uhr

Der in Dessau ernannte Vorsitzende Prof. Stade eröffnet die General- versammlung. Es werden Prof. Gildemeister-Bonn zum Vicepräsidenten und Lic. Dr. Cornill-Marburg zum Schriftführer ernannt

In seinen einleitenden Worten gab der Vorsitzende einen Ueberblick über den Gang der orientalischen Studien in Deutschland und speciell in Giessen, wobei er ein ausführliches Lebensbild von Johann Heinrich May dem Aelteren vorführte, welcher von 1688 1719 in Giessen wirkte und von 1688 bis 1709

die Professur der griechischen und der orientalischen Sprachen bekleidete ¹)

Zweite Sitzung.

Donnerstag, den 1. October 9 Uhr.

Das Protokoll der ersten Sitzung wird verlesen und genehmigt. Auf Antrag von Prof. Windisch wird mit Verlesung der Berichte begonnen. Prof. Wellhausen verliest den Secretariatsbericht für 1884/85 ²), bei welcher Gelegenheit die Versammlung das Andenken der während des Jahres ver- storbenen Mitglieder Trumpp-München, Schröring-Wismar und Curtius- Leipzig durch Erheben von den Sitzen ehrt.

Hierauf berichtet Herr Prof. Win disch über die vom Vorstand auf Grund der Dessauer Beschlüsse mit Herrn Prof. Kuhn geführten Verhandlungen wegen des in Leipzig erscheinenden Literaturblattes Für die nach dem Antrage Socinder Gesellschaft vom Verleger zu gewährende Gegenleistung will letzterer das Ablassen des Literaturblattes an die Mitglieder der D. M. G. bei directem Bezuge zum Nettopreise angesehen wissen. Prof. Smend findet diese Gegenleistung nicht genügend; doch beantragt Prof. Müller, dem geschäfts- führenden Vorstande hierin durchaus freie Hand zu lassen und die Verhand- lungen nicht seitens der Generalversammlung zu erschweren. Nachdem noch Prof. Gildemeister darauf hingewiesen hatte, dass für den laufenden Band des Literaturblattes diese Vergünstigung illusorisch sei und ebenso für den

nächstbeginnenden, wenigstens für alle diejenigen, welche hiervon nicht recht-

1) S. Eröffnungsrede 2) S. Beilage A.