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nach Quesnay immer auf Grund von Privilegien und auf Koſten von anderen Volksklaſſen. Aus dieſen Quellen fließt dann jener unheilvolle Geldreichtum, der dem Lande leicht gefährlich werden kann.)
Ich bemerke hierzu, daß das in dieſen Ausführungen genannte nationalökonomiſche Werk des Herrn Profeſſors Dr. Ruhland aus der Bücherei der Zweiten Kammer der Stände der Großherzoglichen Regierung und den Mitgliedern des Landtags zur Verfügung ſteht.
Aus ihm gehen folgende Lehren hervor:
Zu gegenwärtiger Zeit treten in unſerem Lande die Theorien dreierleier Wirtſchaftsſyſteme als Parteianſchauungen öffentlich wirkſam hervor:
a) in den links-liberalen Parteien— Smith-⸗Ricardo,
b) in der ſozialdemokratiſchen Partei— Ricardo— Marx (Ricardo und Marx waren Juden),
c) in den bäuerlichen Parteien— die Weltanſchauung, wie ſie zumeiſt dem phyſiokratiſchen Syſtem des Fran⸗ cois Quesnay entſpricht.
Der Anfrageſteller mit ſeinen bäuerlichen Freunden muß es infolge dieſer Erkenntnis, daß zu den gegenwärtigen trau⸗ rigen Staatszuſtänden(mit ihrer furchtbaren Schuldenwirt⸗ ſchaft, ihrer Abhängigkeit von der Börſe und ihrer darnieder⸗ liegenden ausgebeuteten Landwirtſchaft) in ganz hervorragen⸗ dem Maße die praktiſche Einführung und Verwertung der Smith⸗Ricardo'ſchen Theorien als höchſte Staatsmaximen ge⸗ führt haben, auf das Allertiefſte bedauern, daß eben dieſe verderblichen Theorien ſeit Jahren und beſonders in gegen⸗ wärtiger Zeit als höchſte Staatsweisheit den Studierenden an der Univerſität Gießen und nachherigen Staatsbeamten durch einen den Börſenkreiſen naheſtehenden Profeſſor und einen jüdiſchen Privatdozenten gelehrt werden.
Der Anfrageſteller erachtet es darum als einen unhalt⸗ baren Zuſtand, daß die Studentenſchaft der Univerſität Gießen


