Druckschrift 
Zur Todtenfeier des Großherzoglichen Universitäts-Gärtners Johann Bernhard Weiß am 30. November 1862 / [Gebet von Herrn Kirchenrath Dr. Engel ; Predigt gehalten von Herrn Universitätssprediger Prof. Dr. Hesse ; herausgegeben von der JLU Gießen]
Entstehung
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gen wir alle Diejenigen, welche in irgend einer Weiſe ſeine Hilfe in Anſpruch genommen haben, ſie rühmen ſein freundliches Entgegenkommen; fragen wir ſeine Vater⸗ ſtadt, ſie freut ſich, in den freundlichen Anlagen, welche an ihren Thoren entſtehen und welche er mit kunſtſinnigem Gemüthe geordnet und vorgezeichnet hat, ein bleibendes Zeichen der Erinnerung an ihn zu haben und an ſein Verlangen, ſich ihr hilfreich zu erweiſen; fragen wir ſeine Gattin, die ihm jetzt einſam mit ihrem ſechsjährigen Söhnchen nachweint, ſie hat nur eine gerechte Klage wieder ihn, die Klage, daß er ſie jetzt verlaſſen hat; fragen wir die Geſchwiſter, die Aeltern, den armen Vater doch was ſollen wir fragen? wir wiſſen ja alle, daß der Entſchlafene ihm ein lieber, guter Sohn geblieben iſt, obgleich er amtlich ſein Vorgeſetzter war, daß nur die Tüchtigkeit der Geſinnung auf beiden Seiten die Fortdauer eines ſeltenen und gewagten Verhältniſſes möglich gemacht hat!

Gewiß m. Fr., iſt es darum nur natürlich und leicht er⸗ klärlich, daß wir uns mit dem Wunſche und mit der Hoff⸗ nung getragen haben, der Entſchlafene werde ſeine Wirkſamkeit noch lange unter uns fortſetzen, denen zum Frommen, welche in die Wunder und in die Geheimniſſe der Pflanzenwelt ein⸗ zudringen verſuchen, denen zur Freude, welche ein Herz und ein Verſtändniß haben für diejenigen Geſchöpfe unſres Gottes, welche am ſtillſten leben. Und warum hätten wir auf die Erfüllung unſres Wunſches nicht rechnen ſollen? ſtand doch der Entſchlafene, ehe ihn die tödtliche Krankheit ergriff, in der Fülle ſeiner Kraft und Geſundheit, fehlten ihm doch noch viele Jahre zu denen, welche menſchliches Vermuthen, menſch⸗ liche Berechnung ihm beſtimmte! Denn geboren am 9. Januar 1829 hätte er in wenig Wochen erſt ſein 34. Lebensjahr vollendet wer hätte vor wenig Monden nicht noch geſagt, das ſei kaum die Hälfte ſeiner Tage?

Doch das Wort der Klage und der vorwitzigen Frage nimmt der Herr aus unſerm Munde, indem er uns zuruft: