22 22 22 22 22 22
—
Rede des Vertreters d. Studentenſchaft & Halſo-Rhenania.£
V. Die ſind wir verſammelt zu löblichem
Thun, drum Brüderchen, ergo bibamus!
Die Gläſer, ſie klingen, Geſpräche, ſie ruhn;
beherziget: ergo bibamus! Das heißt noch ein
altes, ein tüchtiges Wort, es paſſet zum erſten
und paſſet ſo fort und ſchallet, ein Echo, vom
feſtlichen Ort, ein herrliches: ergo bibamus! ein herrliches: ergo bibamus!
Mich ruft mein Geſchick von den Freunden hinweg: ihr Redlichen ergo bibamus! Ich ſcheide von hinnen mit leichtem Gepäck, drum doppeltes: ergo bibamus! Und was auch der Filz von dem Leibe ſich ſchmorgt, ſo bleibt für den Heitern doch immer geſorgt, weil immer dem Frohen der Fröhliche borgt;:,: drum, Brüderchen: ergo bibamus!:;
Was ſollen wir ſagen zum heutigen Tag? Ich dächte nur: ergo bibamus! Er iſt nun einmal von beſonderem Schlag, drum immer aufs neue: bibamus! Er führet die Freunde durchs offene Thor, es glänzen die Wolken, es teilt ſich der Flor, da leuchtet ein Bildchen, ein göttliches, vor; wir klingen und ſingen: bibamus!
Goethe.
VI.
er Gott, der Eiſen wachſen ließ, der wollte keine Knechte, drum gab er Säbel, Schwert und Spieß dem Mann in ſeine Rechte, drum gab er ihm den kühnen Mut, den Zorn der freien Rede, daß er be⸗ ſtände bis aufs Blut, bis in den Tod die
Fehde!!
—»


