Druckschrift 
Actenmäßige Darstellung der im Großherzogthume Hessen in den Jahren 1832 bis 1835 stattgehabten hochverrätherischen und sonstigen damit in Verbindung stehenden verbrecherischen Unternehmungen / [herausgegeben von Schäffer, Hofgerichts-Rath.]
Entstehung
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Exemplare, über dreihundert, wurden aber noch vor ihrer Aus⸗ gabe bei Eichelberg's Verhaftung in Beſchlag genommen. Wie ſchon erwähnt, hatte dieſes Getriebe zu welchem noch das gegen Ende des Jahres 1834 gefaßte, vielfach unter ſtützte Project, die damals in Friedberg gefangen ge⸗ haltenen politiſchen Verbrecher, insbeſondere den Studenten Minnigerode, mittelſt beſtochener Soldaten und nachgemachter Schlüſſel zu den Gefängnißthüren zu be⸗ freien, gehört auch dadurch keine Unterbrechung erlit ten, daß Pfarrer Weidig ſeinem früheren Wirkungskreiſe entrückt worden war. Theils ſein Niemüdewerden,*) theils die Anhänglichkeit der Butzbacher an ihn und ſeine politiſchen Grund⸗ ſätze, welche für jene wahre Glaubensartikel bildeten, ließen in dem gemeinſamen Wirken keine Störung eintreten, wozu noch kam, daß er nicht ſelten von Butzbachern und Anderen Beſuche erhielt und bei ſolchen Gelegenheiten wohl, wie dieſes wenig ſtens C. Zeuner ſagt, Einzelnen empfahl,ſich der Sache der Verbreitung von Schriften anzunehmen und beſonders dahin zu wirken, daß ſich der freiſinnige Geiſt der Butzbacher nicht herabſtimme. Außerdem hatte ſich Weidig, von ſeiner fort⸗ währenden Verbindung mit Marburgern abgeſehen, neuen An⸗ hang in der Umgegend von Obergleen zu verſchaffen gewußt und es ſcheint namentlich, daß er auf junge Leute zu Alsfeld und Lauterbach nachtheilig eingewirkt, ja ſelbſt mit Perſonen aus entfernteren Orten für die oft erwähnten Zwecke ſich in Benehmen geſetzt und die Aufſtellung einer Druckerpreſſe in einer der benachbarten Städte möglich zu machen geſucht habe. Gerüchte von ſeiner bevorſtehenden Verhaftung ließen ihn im April 1835 den Entſchluß faſſen, ſein Vaterland zu ver⸗ laſſen und ſich in die Schweiz zu fluͤchten, wo ihm früher ſchon

*) In Weidig's Augen ſey es, ſagt A. Becker, ſchon Verrath geweſen, die patriotiſchen Hoffnungen aufzugeben, weshalb er auch den Advokaten Follenius, ſeiner Auswanderung nach Amerika wegen, einen Vaterlands-Verräther genannt habe, dem man alles Böſe wünſchen müſſe.

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