Druckschrift 
Actenmäßige Darstellung der im Großherzogthume Hessen in den Jahren 1832 bis 1835 stattgehabten hochverrätherischen und sonstigen damit in Verbindung stehenden verbrecherischen Unternehmungen / [herausgegeben von Schäffer, Hofgerichts-Rath.]
Entstehung
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Wirklich bemühten ſich nicht nur bald darauf mehre junge Butzbacher für den Ankauf einer Preſſe, welcher indeſſen unter⸗ blieb, weil die Geldmittel nicht ganz zureichten, und weil man inzwiſchen auch in der Perſon des Factors der El⸗ wert'ſchen Officin zu Marburg einen Mann ausfindig ge macht hatte, der den Druck ſolcher Flugſchriften zu übernehmen bereit war ſondern es erſchienen auch ſpäter wieder mehre Schriften von gleichem Inhalte, wie die fruͤheren.

Die erſte derſelben hatte in der Auflöſung des Landtags von 1834 ihre Veranlaſſung und wurde als fünftes Blatt desLeuchters und Beleuchters für Heſſen in 3 400 Exemplaren zu Marburg gedruckt. Ueber den Verfaſſer derſelben finden ſich verſchiedene Angaben in den Acten. Durch Marburger Studenten wurde ein Theil dieſer Schrift zum Zweck deren Verbreitung nach Gießen gebracht; ein anderer Theil gelangte durch Aug. Becker, der, wie er ſagt, in Auf⸗ trag des damals als Pfarrer nach Obergleen verſetzten und dort ſchon wohnhaften Dr. Weidig ſelbſt in Marburg war, in die Hände dieſes Mannes. Exemplare der fraglichen Flug⸗ ſchrift, durch welche man beſonders auf die Wahlen zum Land⸗ tag von 1835 einwirken zu können glaubte, wurden von Gießen, wie von Obergleen aus, in möglichſt weitem Umfange ver breitet.

Die zweite Schrift, welche gleich der erſten, durch Ver mittelung des Dr. Eichelberg und Anderer zu Marburg ge deuckt wurde, war eine, angeblich von Weidig revidirte, neue Auflage des heſſiſchen Landboten. A. Becker ver⸗ ſichert, daß Weidig Bauern geſprochen haben wolle, auf welche der Landbote einen ungewöhnlichen Eindruck gemacht habe, was dann wohl auch Beſtimmungs-Grund zur Veran ſtaltung dieſer neuen Auflage geweſen ſeyn mag. Factor Rühle beſorgte den Druck auch dieſer Schrift in 400 Exem⸗ plaren. Einen Theil davon nahm A. Becker in Marburg ſelbſt in Empfang und lieferte ihn an Dr. W eidig zu Ober⸗

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