Druckschrift 
Actenmäßige Darstellung der im Großherzogthume Hessen in den Jahren 1832 bis 1835 stattgehabten hochverrätherischen und sonstigen damit in Verbindung stehenden verbrecherischen Unternehmungen / [herausgegeben von Schäffer, Hofgerichts-Rath.]
Entstehung
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uͤber das Revolutions-Project verhandelt wurde. Dr. Gaͤrth (welcher dem Apotheker Trapp ſchon zu Frankfurt geſagt batte, daß ſie in Großgartach noch manche namhafte Männer aus verſchiedenen Ländern finden würden, deren indeſſen, außer den Genannten, keine anweſend waren) machte nämlich, wie Koſeritz ausgeſagt und Trapp theilweiſe beſtätigt hat, um ſtändliche Mittheilungen über die Stimmung in Frankfurt und der Umgegend, ſowie über die Mittel, welche der Revolu⸗ tions⸗Parthei überhaupt zum Losſchlagen bereits zu Gebote ſtün den. Namentlich eröffnete er, daß eine Colonne Polen aus Frankreich nach Deutſchland kommen und zur Revolution mit wirken werde, und daß eine Anzahl polniſcher Offiziere nach Warſchau zurückgeſchickt worden, um dort wieder einen Auf ſtand zu erregen. Koſeritz verſicherte ſeinerſeits, daß er mehre Regimenter würtembergiſchen Militärs für die Revolution gewonnen habe. Es wurde nun verabredet, daß der Zeitpunkt der damals für wahrſcheinlich gehaltenen Verlegung der konig, lichen Reſidenz von Stuttgart nach Ludwigsburg auch derjenige des Ausbruchs der Revolution ſeyn, dieſelbe jedoch, auch wenn jenes Ereigniß nicht eintreten würde, jedenfalls noch im April zur Ausführung kommen und zwar gleichzeitig von den Frank⸗ furtern und von Koſeritz begounen werden ſolle. Zur fer⸗ neren Einwirkung auf das Militär erhielt dieſer damals von Gärth eine Summe Geldes und eine andere wurde ihm zuge ſichert, die er ſpäter auch mittelſt eines Wechſels empfing.

Von Großgartach kehrten Koſeritz, Dorn und Trapp in ihre Heimath zurück; Gärth reiſte aber nach Straßburg oder, wie Trapp gehört haben will, uͤber Mannheim und Carlsruhe nach Frankfurt, und Breidenſtein, in Auftrag Gärth's, nach Gießen, um die Studenten, wie geſagt wird, zum Losſchlagen zu beſtellen.

Einige Tage nach ſeiner Zurückkunft von Großgartach ſtattete Trapp dem Dr. Weidig über das dort Verhandelte Bericht ab und erhielt, wie er angiebt, von dieſem zugleich theilweiſe Vergutung ſeiner Reiſekoſten. Da es dem Weidig

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