— 12—
aus, daß nämlich„W eidig's ganzes Streben politiſch und revolutionär geweſen ſey und daß er die Märtyrerkrone der Freiheit erſtrebenswerth gefunden habe.“ Den Grundſatz: der Zweck heiligt die Mittel! brachte er, obgleich er ihn ſonſt als irreligiss verdammte, doch zur Erreichung ſeiner politiſchen Zwecke in vollem Umfange zur Anwendung. Abgeſehen von den mannichfachen Intriguen, Täuſchungen und Verhöhnungen der Behörden, welche von ihm ausgingen und alle wohlberechnet waren, und dem heimlichen, auf die Vereitelung des Zweckes der in den Jahren 1833 und 1834 anhängig geweſenen Unter⸗ ſuchung gerichteten, Verkehr mit und zwiſchen Verhafteten, den er einleitete und vermittelte, lehrte er nach der Verſicherung ſeiner beiden vormaligen Schüler, Carl Braubach und Carl Zeuner, des Pharmaceuten Clemm, des Studenten A. Becker, des penſionirten Seminarlehrers Dr. Briel und Anderer, deren Angaben durch ſo manche Erſcheinungen, welche dieſe Unterſuchung dargeboten hat, unterſtützt werden, ſelbſt das Erlaubtſeyn eines falſchen Eidſchwurs in politiſchen Proceſſen, indem er den Satz aufgeſtellt haben ſoll, daß der dermalige öffentliche Rechtszuſtand überhaupt ein unrechtmäßiger ſey,*) daß man daher der beſtehenden Obrigkeit auch keinen Gehorſam ſchuldig und die Wahrheit zu ſagen nicht verbunden ſey, wenn das Intereſſe und die Wirkſamkeit der Volksfreunde dadurch gefährdet werden könnte, in welchem Falle ein falſcher Eid als ein Act der Nothwehr erſcheine,— und ein gezwungener Eid thue Gott leid.
keiten beſaß, ſo waren es die, die dazu gehörten, der Leiter einer
ausgebreiteten Verſchwörung zu ſeyn.“
*) In derſelben Weiſe ſprach ſich! Dr. Wirth in ſeiner Vertbeidig⸗ ungs⸗Rede vor den Aſſiſen zu Landau aus, indem er dort gerade⸗ zu erklärte:
„die ſ. g. Souverainitäten ſämmtlicher deutſchen Fürſten ſind
uſurpirt und es ſind ſowohl dieſe fürſtlichen Prärogative, als auch die deutſche Bundesacte und alle particulairen Conſtitu⸗ tionen der einzelnen Länder nichtig, ungültig, unverbindlich
und rechtlich unwirkſam.“
daß ſey, anäͤm
woh⸗ wir Ein⸗ nen, geeie wie erlau Wiͦ aus We


