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ſen, gantz entgegen zu ſeyn ſcheinen. Nachdem der Herr Vice⸗Canzler nach einem zweyjaͤhrigen Aufenthalt in Wetzlar ſich in Gieſen zum Advocato und Procuratore ordmario gnaͤdigſt beſtellet ſahe* wo er die Doktor⸗ wuͤrde annahme, und Collegia laſe, ſo dachte er ſchwerlich daß ihm Wien noch Gelegenheit geben ſollte, ſeine Staatswiſſenſchaften zu vermehren. Dennoch geſchahe dieſes, und zwar dadurch, daß er bey dem Herrn Gra⸗ fen zu Sayn und Wittgenſtein in Derleburg als Secrer. in Dienſte trat** Mit dieſem gienge er nach Wien, wo derſelbe wuͤrklicher Kai⸗ ſerlicher Reichs⸗Hofrath ware Er war ein Stiefenkel von dem damali⸗ gen Kayſerl Reichshofraths⸗Praͤſidenten Grafen von Wurmbrand. Es iſt leicht zu gedenken, welche ſeltene Gelegenheit hier dem ſel. Herrn BVice⸗Canzlern dargebotten wurde, ſo wohl ſeine tiefen Einſichten zu be⸗ reichern, als auch dieſelben bekannt zu machen. Dieſes geſchahe, und er hatte die groͤſte Hofnung die Stelle eines Reichs⸗Agenten zu erhalten, und war nicht ſo geſonnen Wien zu verlaſſen Er war aber dem Vaterland vorbehalten, welchem er durch Fuͤhrung der wichtigſten Proceſſe nuͤtzlich ſeyn ſollte. Kaiſer Carl der Sechſte ſtarb,*** und der Herr Graf keh⸗ rete hierauf wieder nach Berleburg zuruͤck⸗ Daſelbſten wurde un⸗ ſer Herr Vice⸗Canzler Aſſeſſor bey der Hochgraͤflichen Regierung, aber bald darauf nach Gieſen zum Profeſſor der Beredſamkeit und Poeſie be⸗ rufen,****F worauf er bald auſerordentlicher Lehrer der Rechte wurde.***4* Zu dieſer Zeit machte das Vaterland ſeiner Voreltern auf ihn Anſpruͤche. Er erhielte einen Ruf***r*er nach Kiel, als Cantzleirath und und Profeſſor der deutſchen Rechten. Die Erlaſſung, um dahin abzugehen, wurde ihm nicht gewaͤhret, ſondern er bekame die vierdte or⸗ dentliche Leyrſtelle der Rechte, bald darauf die dritte und das akademi⸗ ſche Syndikat in Gieſſen.*4ι1* Ein
* An. 1738. wurde er hierzu ernennet, und diſputirte pro gradu Doctoris de poſſeſſione ea lege, ne contra tradentem, dum viuit, exerceatur, tradita. Dieſe Streitſchrift ſchluge in die zwiſchen beyden Heſſiſchen Haͤuſern obwal⸗ tede Streitſache die Hanauiſche Succeſſion betreffend ein.
** An. 1739
—⸗ Anno 1740. den 20ten Octobr.
ewr An. 1741. den 22. Jan. kratte er dieſe Profeßion mit einer Rede an: de Commodis Iurisprudentiae ab cloquentia exſpectandis.
urne Anno 1242.
ersntr An. 1742.
Firrrnnn Noch in demſ lbigen Jahre giengen Herr Prof. Wahl von hier als Prof. nach Goͤttingen, und Herr Reichshofrath Freyherr von hi onzhite,at 3 r


