Wanderungen durch die nähere Umgebung.
den Klängen irgend einer mitgebrachten Musikkapelle bald ein mun- teres Treiben. Es werden Spiele für die Kleinen arrangiert, die tanzfrohe Jugend schwingt sich in fröhlichem Reigen um die schattenspendende Buche, und die Alten, in malerischen Gruppen an dem Abhang ver- teilt und hingelagert, sehen erinnerungsselig dem Treiben der Jungen zu, die heute gerade so übermütig und lebensfroh sich tum- meln wie sie selbst in leider längst entschwundenen Tagen.—
Schiffenberg. Stiftskirche
Von dem Georgstempelchen(den Namen erklärt eine an der Decke angebrachte Inschrift) bringt uns ein Fußpfad in fünf Minuten nach der Straße, die am Forstgarten vorbei uns nach der Stadt zurückführt.
Wer sich aber vom Staub der(vom Schiffenberg) heim- eilenden Wagen belästigt fühlt, benutze eine der Schneisen, die rechts ab in etwa zehn Minuten zu dem oben beschriebenen „alten‘‘ Schiffenberger Weg führen, und gehe auf diesem zur Stadt zurück.
11. Hohe Warte. Annerod.
Ein Naturfreunden sehr zu empfehlender Gang ist der über die Hohe Warte(auch Hochwart) nach Annerod. Man benutzt zunächst die Landstraße nach Lich, etwa zehn Minuten nachdem man den Wald erreicht hat, biegt man dann— stets den blauen Markierungspunkten folgend— links ab(gut unter- haltener Kiesweg) und erreicht in etwa einer Stunde den hölzernen Aussichtsturm auf der Hohen Warte. Von hier hat man an klaren Tagen einen unvergleichlich schönen Blick auf die großen Waldungen rundum, den Schiffenberg, das Lahn- und Wiesecktal, die Stadt Gießen(im Vordergrund Kaserne und Siechenanstalt), die Höhen des Westerwaldes und des sogenannten Hinterlandes, des Vogelsberges usw. usw.(Nahebei
etwa 15 Minuten südl. Markierung rote Kreuze— an dem sogen. Lumpenmannsbrunnen an der Licherstraße— liegt,


