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Auszug 1846 mitgemacht, hatten dabei Gelegenheit zu intereſſanten Ver⸗ gleichungen. Ein den Theilnehmern und ſtudentiſchen und bürgerlichen Zuſchauern ſicherlich unvergeßliches Beiſpiel dürfte der Erwähnung nicht unwerth ſein: Am 18. Juli früh, am Morgen nach unſerer Ankunft, zeigten ſich auf dem Markt, namentlich aus dem Schiff, baarhäuptige „Erſcheinungen“ in(mitunter etwas bedenklichen) ſeltſamen Coſtümen, übergehängte Bett-Tücher, Colter, Decken. Eine gewiße Aehnlichkeit mit römiſchen Senatoren veranlaßte einen feierlichen Umzug unter dem ernſten Sang„zum Zippel, zum Zappel, zum Kellerloch hinein, Alles muß ver⸗ trunken ſein.“ Dann wurde der Fall Cäſars aufgeführt und, um hiſtoriſch zu ſein, von einem Thorbogen ein Faß geholt, welches der dicke stud. med. Vetter aus Mannheim als„Bildſäule des Pompejus“ be⸗ ſteigt. Humorvolle Anklagen der„Verſchwörten“ und Vertheidigung Cäſars. Von den Kochlöffeln und anderen Küchengeräthen(Brutus hatte einen Fiſchwender) arg gekitzelt, fällt Cäſar und mit ihm, durch den Tritt eines Uebermuths gegen das Faß, Pompejus. Ein gemeinſamer Verſöhnungstrunk aus einem Rieſen⸗Suppen⸗Kumpen, der bis zur Nagel⸗ probe geleert wurde und zu dem auch Pompejus herbei hinkte, gab den Abſchluß und Rückzug, da der Markt belebter wurde. Dieſe improviſirte Darſtellung war ſo überaus draſtiſch und urkomiſch, daß der ſchwärzeſte Hypochonder nicht hätte widerſtehen können. Derer gabs aber nicht(und gibts wohl noch nicht) in Neuſtadt. Bald nach dieſer Scene: Topfmarkt, Ankauf aller denkbaren Gefäße, Füllung mit Wein und Umzug in den Straßen, in welchen jeder Begegnende Beſcheid trinken mußte. Sehr humoriſtiſch und komiſch waren auch die hydrophilen Künſte des genannten Vetter und des stud. jur. Eugen Huberwald aus Alſenz im Hoch⸗ ſpeyerbach, ihre Kämpfe als„Seeſchlangen“(die Beine mit Bett⸗Tüchern umwickelt). Diverſe Väter, dabei auch einige Miniſter von Karlsruhe, erſchienen, um ihre Herren Söhne zu holen. Keinem gelang es. Ver⸗ ſuchte Vermittlungen(z. B. Dr. Lamei; Dr. Freudentheil aus Frankfurt; Dr. Friedländer, Dr. Levita von Heidelberg ꝛc.) hatten keinen Erfolg. Die Studenten beſtanden auf ihrem Recht, nicht auf ihrem Schein. Da wurde am 24. Juli zur allgemeinen Verſammlung gerufen und verkündet: daß das badiſche Miniſterium alle demokratiſchen Ver⸗ eine aufgelöſt habe; die Studenten waren nicht mehr in einer Ausnahme⸗ ſtellung. Beſchluß der Rückkehr. Am Dienſtag, 25. Juli 48, erfolgte dieſelbe zum Troſte der ängſtlich gewordenen Heidelberger Bürger. Kein ernſtlicher Unfall hatte unſern Auszug getrübt und die Exploſion eines Pulverhorns auf dem Schießhaus, wodurch in der Nähe stud. med. Vetter im Geſicht verletzt wurde, ging glücklicher Weiſe ohne Folgen vorüber.
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