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Schlußwort.
Wir haben im Vorſtehenden die Entwickelung der forſtlichen Unterrichtsverhältniſſe im Großherzogthum Heſſen bis zur Gegenwart auf Grundlage der Acten und der Erfahrungen einer über 12 jährigen hier verbrachten Lehrer⸗Praxis mit möglichſter Objectivität geſchildert. Für etwa untergelaufene Irrthümer erbitten wir uns die Nachſicht des Leſers. Es iſt nicht leicht, ein nach allen Seiten hin zutreffendes Urtheil über Zeiten abzugeben, die man nicht ſelbſt durchlebt hat, über Perſonen, welche man nur aus ihren Geiſtesproducten kennt.
Wir ſind weit davon entfernt, zu wähnen, daß die gegenwärtige Organiſation des hieſigen forſtwiſſenſchaftlichen Unterrichts den ge⸗ ſteigerten Anſprüchen der Wiſſenſchaft nach allen Richtungen hin voll⸗ ſtändig entſpreche. Eine Vermehrung der forſtlichen Lehrkräfte wäre z. B. dringend geboten, und auch unſere Unterrichtsmittel ſtehen wahrſcheinlich hinter denjenigen der größeren Forſtlehranſtalten zurück. Die Kleinheit des Landes ſteckt eben der Wirkſamkeit der hieſigen Hochſchule nach den angedeuteten Richtungen hin naturgemäß gewiſſe Schranken, innerhalb deren gearbeitet und geforſcht werden muß.
Einen Vorzug hat aber unſere Unterrichtsſtätte vor allen anderen Forſtlehranſtalten ſeit über 50 Jahren und bis zur Ueberführung des höheren forſtlichen Unterrichts in Bayern auf die Univerſität München ausſchließlich zum Voraus, den nämlich, daß ſie als ein mit allen anderen akademiſchen Fächern vollkommen gleichberechtigtes Glied der Univerſität derjenigen Segnungen mit theilhaftig geworden iſt und noch wird, welche dieſe allen ihren Angehörigen ſpendet. Das Streben der Hoch⸗ ſchule, die Studirenden zu Männern auszubilden, welche, frei von den Feſſeln der Schule und vom Autoritätsglauben, in ihren ſpäteren Be⸗ rufskreiſen aus eigener Kraft ſchaffen, die Freiheit der ganzen Hoch⸗ ſchul⸗Verfaſſung, welche die ſicherſte Grundlage für den wahren Fort⸗


