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Der forstwissenschaftliche Unterricht an der Universität Gießen in Vergangenheit und Gegenwart : ein Gedenkblatt zur Erinnerung an den 14. Juni 1881, den in Gießen ausgebildeten Forstwirthen und allen Anhängern des forstlichen Universitätsunterrichts / gewidmet von Dr. Richard Heß
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vom 7. December 1838 erfolgte ſeine Beförderung zum außerordent⸗ lichen Profeſſor der Forſtwiſſenſchaft. In beiden Stellungen wirkte er bis zu ſeinem am 7. März 1854 erfolgten Tode. Quellen: Familien⸗ und Univerſitätsacten.

9. Eduard Heyer, Dr. phil.

Geb. 27. Februar 1819 in Gundernhauſen(bei Darmſtadt), 2. Kind des am 6. Januar 1856 verſtorbenen Forſtmeiſters Friedrich Heyer ¹) zu Ober⸗Ramſtadt. Beſuchte das Gymnaſium zu Darmſtadt, bezog 1836 nach abgelegter Maturitätsprüfung die Univerſität Gießen, ſtudirte hier unter Leitung ſeines Onkels Carl Heyer vom S.⸗S. 1836 bis zum Herbſt 1840 Forſtwiſſenſchaft, beſtand nach Abſolvirung des Facultäts⸗Examens im Herbſt dieſes Jahres die ſpecielle Prüfung als Oberförſter und 1842 die allgemeine Prüfung für alle forſtlichen Dienſtſtellen. Als Forſtcandidat war er, unter Einſchluß der vor ſchriftsmäßigen Acceſſe, 7 Jahre lang hauptſächlich mit Betriebsregu⸗ lirungen und Waldtheilungen beſchäftigt.

Am 24. December 1847 wurde er als Oberförſter der Ober förſterei Nieder⸗Eſchbach(bei Homburg v. d. H.) angeſtellt. 1857 (29. April) wurde ihm die Oberförſterei Gießen und gleichzeitig (12. Mai) die Stelle eines zweiten Lehrers der Forſtwiſſenſchaft an der hieſigen Univerſität übertragen. Hier erwarb er ſich, auf Grund ſeiner früheren Facultätsprüfung, am 3. Juni die philoſophiſche Doctorwürde. Am 3. Februar 1873 wurde er zum Forſtmeiſter des Forſtes Reinheim befördert. Nach Auflöſung dieſes Forſtes, in Folge einer neuen Organiſation, wurde er am 1. Mai 1880 zum Forſt⸗ meiſter in Lorſch ernannt.

Selbſtſtändige Werke:

1846. Die Waldertrags⸗Regelungsverfahren der Herren Dr. Karl Heyer und H. Karl nach ihren Principien geprüft und ver⸗ glichen. J. Ricker in Gießen.

1852. Beitrag zur näheren Würdigung des Flächenfachwerkes. J. Ricker in Gießen.

1859. Flächentheilung und Ertragsberechnungsformeln. J. Ricker in Gießen.

¹) Allgemeine Deutſche Biographie XII. 1880, S. 364(Heß).