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Der forstwissenschaftliche Unterricht an der Universität Gießen in Vergangenheit und Gegenwart : ein Gedenkblatt zur Erinnerung an den 14. Juni 1881, den in Gießen ausgebildeten Forstwirthen und allen Anhängern des forstlichen Universitätsunterrichts / gewidmet von Dr. Richard Heß
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Außerdem beſorgte er, wie früher angegeben, nach dem Tode Hundeshagens die wiederholten und vermehrten Auflagen der 3 Abtheilungen der Encyclopädie der Forſtwiſſenſchaft, ſowie die 4. Ab⸗ theilung des Lehrbuchs der land⸗ und forſtwirthſchaftl. Naturkunde.

Quellen: Scriba, Biograph.litteräriſch. Lexicon II. S. 377. Fr. von Löffelholz⸗Colberg, Forſtl. Chreſtomathie III. 1. S. 678. Bernhardt, Geſchichte des Waldeigenthums ꝛc. III. 1875, S. 286, 323, 336, 370. Fr. von Weech, Badiſche Biographieen. I. Bd. S. 466.

7. Auguſt von Klipſtein, Dr. phil.

Geb. 7. Juni 1801 zu Hohenſolms als älteſter Sohn des damals Fürſtl. Solmſiſchen Forſtmeiſters, ſpäteren am 3. November 1866 verſtorbenen Großh. Oberforſtdirectors Dr. Philipp Engel von Klip⸗ ſtein 1). Beſuchte 1815 1818 das Gymnaſium zu Gießen und wollte, bei ſeiner ſchon von früheſter Jugend ab entwickelten großen Neigung zu mineralogiſchen Studien, eigentlich Bergmann werden; der un⸗ beugſame Wille ſeines Vaters zwang ihm aber den forſtlichen Beruf auf. Nachdem er ſeine Vorbereitungsſtudien 1819 auf der Univerſität Heidelberg begonnen und dieſen, in der Hoffnung auf eine Umſtimmung der väterlichen Meinung, eine faſt ausſchließlich dem Bergbau gewid⸗ mete Richtung gegeben hatte, mußte er im W.⸗S. 1821/22 auf die Forſtlehranſtalt Fulda, wo damals Hundeshagen wirkte, wandern. Schon im Sommer 1822 wendete er ſich aber, ſeiner alten Neigung folgend, praktiſchen bergmänniſchen Arbeiten in den Bergen Thüringen's und Sachſen's zu, bezog dann noch ein Semeſter die Univerſität Göt⸗ tingen und gelangte mehr mit bergmänniſchen, als mit forſtlichen Kenntniſſen ausgeſtattet im Frühjahr 1823 in das elterliche Haus zurück. Hier wurde ihm die ſtrenge Aufgabe geſtellt, binnen Jahres⸗ friſt die forſtliche Staatsprüfung zu beſtehen. Nachdem er, durch ¾ jähriges Selbſtſtudium genügend vorbereitet, dieſem väterlichen Willen nachgekommen war, bez. die betreffende Prüfung abgelegt hatte, nahm er, durch den Geheimerath Eckhardt in Darmſtadt ermuntert,

¹) Zur Biographie vergl. Nr. 151 der Großh. Heſſ. Ztg. v. 2. Juni 1846 (50jähriges Dienſtjubiläum); Nr. 147 der Darmſtädter Ztg. vom 29. Mai 1866 (7ojähriges Jubiläum); Allgem. Forſt⸗ und Jagdzig. 1866, S. 363.

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