3. Carl Guſtav Heyer, Dr. phil.
Geb. 9. April 1797 auf dem Beſſunger Forſthaus bei Darmſtadt, fünftes Kind des Forſtmeiſters Wilhelm Heyer. Urſprünglich ſollte er nach dem Plane des Vaters Theologie ſtudiren, doch lenkte ihn die gleichſam angeborene Liebe zum Walde dem Forſtfache zu. Nach einem mehrjährigen Beſuch des Gymnaſiums legte er in der„Meiſter⸗ ſchule“ ſeines Vaters den erſten Grund zu ſeiner Fachbildung, beſtand im Sommer 1814 die Prüfung vor dem Oberforſtcollegium in Darm⸗ ſtadt, ſtudirte vom Herbſt 1815 bis dahin 1816 in Gießen, wo er u. A. auch Vorleſungen bei Walther hörte, und begab ſich, nachdem er den Winter 1816/17 im älterlichen Hauſe zugebracht hatte, 1817 noch auf kurze Zeit nach Tharand, um den berühmten Heinrich Cotta kennen zu lernen. Von dort ſchon im Juli in die Heimath zurück⸗ gekehrt, eröffnete er am 25. September 1817 ein Forſtinſtitut in Darmſtadt, mußte dieſes aber ſchon im Frühjahr 1818 wieder auf⸗ geben, weil ihm die Revierverwaltung Babenhauſen proviſoriſch über⸗ tragen wurde. 1819 ſiedelte er, nachdem dieſe Stelle wieder beſetzt worden war, von da nach Seligenſtadt über, um von hier aus das Revier Zellhauſen zu verwalten; im December 1819 wurde er Revier⸗ föͤrſter von Lauter mit dem Wohnſitze in Grünberg. Durch Decret vom 24. März 1825 erhielt er, bereits vorher zum Revierförſter in Gießen ernannt, zugleich die zweite Lehrerſtelle an der neu gegründeten Forſtlehranſtalt daſelbſt und promovirte im Juli deſſelben Jahres. Am 28. December 1829 rückte er, unter Beibehaltung ſeiner Function als forſtlicher Lehrer, zum Forſtinſpector auf. Schon im April 1831 ſchied er aber aus beiden Stellungen aus, um als Forſtmeiſter in Gräflich Erbach⸗Fürſtenau'ſche Dienſte mit dem Wohnſitze in Michel⸗ ſtadt(Odenwald) einzutreten. Durch Decret vom 20. Februar 1835 erfolgte ſeine Zurückberufung nach Gießen als erſter Lehrer, bez. ordentlicher Profeſſor der Forſtwiſſenſchaft. Wenige Wochen früher hatte er als„Forſtmeiſter“ die Inſpection Gießen wieder übernommen. Anfang 1843 gab er aber ſeine forſtpraktiſche Thätigkeit ganz auf und widmete ſich von nun ab bis zu ſeinem Tode ganz dem Lehrberuf und der Wiſſenſchaft. Er ſtarb am 24. Auguſt 1856.
Erfinder des Hohlbohrers und Begründer einer beſonderen Wald⸗ ertragsregelungsmethode.
Selbſt
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