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Der forstwissenschaftliche Unterricht an der Universität Gießen in Vergangenheit und Gegenwart : ein Gedenkblatt zur Erinnerung an den 14. Juni 1881, den in Gießen ausgebildeten Forstwirthen und allen Anhängern des forstlichen Universitätsunterrichts / gewidmet von Dr. Richard Heß
Entstehung
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C. Zuſätzliche Bemerkungen und Schlußfolgerungen.

Vertheilt man die aus der Tabelle A erſichtlichen Geſammtkoſten von 273922, 06 Mark auf die Anzahl von Studirenden der Forſt⸗ wiſſenſchaft, welche hierfür ſeit 1825 ausgebildet worden ſind(752 nach Anlage II), ſo ſtellt ſich als durchſchnittlicher Koſtenſatz für einen Studenten der Betrag von rund 364 Mark im Ganzen oder 90 Mark pro Semeſter heraus. Zu weiteren ähnlichen Vergleichen nach Semeſtern, Jahren oder beliebig gruppirten Perioden bieten die früheren Tabellen in Verbindung mit den Frequenzliſten(Anlage 1 u. II) Gelegenheit.

Was die dermaligen jährlichen Ausgaben auf den hie⸗ ſigen forſtlichen Unterricht, welche auch vorausſichtlich für die nächſte Zeit keine weſentlichen Aenderungen erleiden dürften, betrifft, ſo be⸗ laufen ſich dieſelben etwa auf:

8650 Mark für Beſoldungen,

200 für Reiſevergütungen,

2100 Inſtitutsfonds und

150 für forſtwiſſenſchaftliche Werke 1).

Summa 11100 Mark im Ganzen.

Von Intereſſe iſt es ſchließlich noch, mit den hieſigen Aufwänden für den forſtlichen Unterricht diejenigen Ausgaben, bez. Zuſchüſſe aus der Staatskaſſe zu vergleichen, welche in Ländern, wie Preußen und Sachſen, wo noch iſolirte Forſtakademien beſtehen, für dieſe ſtatt finden.

In Preußen betrug die durchſchnittliche jährliche Ausgabe für die Forſtakademie Eberswalde in den drei Etatsjahren 1. April 1878/79, 1879/80 und 1880/81

96036 Mark. Die durchſchnittliche jährliche Einnahme von 16366 Mark hiervon abgezogen, ergibt einen jährlichen Staatszuſchuß von:

79670 Mark.

¹) Seit 1873 ſind die betreffenden Anſchaffungen gegen früher bedeutend in die Höhe gegangen.