Druckschrift 
Erwiederungen auf die Bemerkungen des Herrn Geh. Raths Dr. A.A.E. Schleiermacher über den Studienplan für die Großh. Hess. Landes-Universität zu Gießen / von einigen Professoren derselben
Entstehung
Seite
25
Einzelbild herunterladen

25

venigerEs ſollen deßhalb, fährt der Hr. Verf. fort, diejenigen, vorrathwelche denſelben in der Zukunft zu übernehmen geneigt ſind, pracheneben dem übrigen philologiſchen Curſus einen beſondern machen, altigerder in hebräiſcher Grammatik im erſten Semeſter, in Eregeſe des iiſchenAlten Teſtaments im zweiten, in ſyriſcher und arabiſcher Gram⸗ ſo vermatik im vierten, in Exegeſe ſyriſcher und arabiſcher Schrift⸗ if, imſteller im fünften und in orientaliſcher Literaturgeſchichte im ſechsten ze undSemeſter beſteht. Wir haben oben geſehen, daß die evangeliſchen d araTheologen keines Univerſitätsunterrichts in der hebräiſchen Gram⸗ echſtenmatik bedürfen, die katholiſchen Theologen dagegen einen ein⸗ ommt.jährigen Curſus in derſelben erhalten; die Fachlehrer an Gym⸗ er S.naſien bekommen einen Vortrag in einem Semeſter, wonach alſo na derein einjähriger und ein halbjähriger Vortrag über die hebräiſche tudien⸗Grammatik Statt finden müſſen. Daß die evangeliſchen

Theologen keines Univerſitätsunterrichts in der hebräiſchen Gram⸗

llenden n ſind matik bedürfen, iſt im Studienplan nicht ausgeſprochen; es heißt Gonn⸗ darin nur, daß die hebräiſche Grammatik nicht zu den drei Vor⸗ er be leſungen gerechnet werden ſoll, welche der evangeliſche Theolog die ſich aus dem Gebiete der Philoſophie im engeren Sinne, oder der an alle Geſchichte, der ältern und neuern Sprachen, der Mathematik, fommt Phyſik oder der Naturgeſchichte frei wählen darf. Auch ſagt der rund⸗ Studienplan der katholiſch⸗theologiſchen Fakultät nicht, daß der Indem Theolog einen einjährigen Curſus in der hebräiſchen Gramma⸗ an ſch tik machen ſoll, denn die im erſten und zweiten Semeſter vorge⸗ rigens ſchriebenen zwei Vorleſungen über hebräiſche Sprache faſſen dlichm Grammatik und Uebungen im Interpretiren in ſich, welche letztere 3 lhen namentlich zur gründlichen Erlernung einer Sprache gehören und 1 ſich als halbjährige Vorleſung an die hebräiſche Grammatik an⸗ 9 ſchließen ſollen. bnnNach Verſchiedenheit der Confeſſion, heißt es dann S. 53, 4werden die künftigen Fachlehrer im zweiten Semeſter irgend ein Gohenexegetiſches Colleg bei einem der evangeliſch⸗ oder katholiſch⸗theo⸗

logiſchen Profeſſoren hören. Unter der im zweiten Semeſter Hi vorgeſchriebenen Exegeſe des Alten Teſtamentes kann nichts weniger roßh. als ein exegetiſches Colleg bei einem der evangeliſch⸗ oder katholiſch⸗