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Erwiederung auf die Bemerkungen des Herrn Geh.-Raths Dr. A. A. E. Schleiermacher über den Studienplan für die Großh.-Hessische Landesuniversität zu Gießen / von Dr. J.T.B.v. Linde, Großh. Hess. Geh. Staatsrath im Ministerium des Innern und der Justiz, Kanzler der Universität zu Gießen, und Director des Oberstudienraths.
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derer Vortrag); 7. Theoretiſche Chirurgie(als beſonderer Vortrag); 8. Operative Chirurgie(als beſonderer Vortrag); 9. Verbandübungen; 10. Pathologie und Therapie(als beſonderer Vortrag); 11. Vacci⸗ nation; 12. Operationen an Leichen; 13. Chirurgiſche Klinik aus⸗ kultirend und practieirend; 14. Medieiniſche Klinik auskultirend; 15. Ophthamologiſche Klinik auskultirend; 16. Gerichtliche Mediein.

II.

Reihenfolge, in welcher die von den Wundärzten zu beſuchenden Lehrvorträge am zweckmäßigſten gehört werden.

Im erſten Semeſter. 1. Anatomie; 2. Secirübungen; 3. Theoretiſche Chirurgie(als beſonderer Vortrag); 4. Diätetik; 5. Phyſiologie(als beſond. Vortrag).

Im zweiten Semeſter.

1. Chirurgiſche Arzneimittellehre(als beſonderer Vortrag); 2. Operative Chirurgie(als beſonderer Vortrag); 3. Verbandübungen; 4. Operationen an Leichen; 5. Chirurgiſche Klinik als Auscultatorium.

Im dritten Semeſter.

1. Secirübungen; 2. Semiotik; 3. Beſonderer Vortrag über Pathologie und Therapie in Bezug auf Nothhülfe bei Fieber, Ent⸗ zündung, Schlagfluß, Stickfluß, Blutſturz, Vergiftung, Ohnmacht, Scheintod durch Erhängen, Erfrieren u. ſ. w.; 4. Chirurgiſche Klinik als Practikum; 5. Mediciniſche, 6. Ophthalmologiſche Klinik als Auscultatorium.

Im vierten Semeſter.

1. Gerichtliche Medicin; 2. Vaccination; 3. Chirurgiſche Klinik als Practicum; 4. Mediciniſche Klinik als Auskultatorium; 5. Oph⸗ thalmologiſche Klinik als Auscultatorium.

Die Zulaſſung zu den vorbenannten Vorträgen ſetzt folgende Vorkenntniſſe voraus, über welche eine Prüfung vor der mediciniſchen Facultät geſchieht.

1. Rechnen; 2. Orthographie; 3. Fertigkeit im deutſchen Auf⸗ ſatze; 4. Schreiben einer leſerlichen Hand; 5. Gewandtheit und An⸗ ſtelligkeit im Gebrauche der Hände und des ganzen Körpers; 6. Gei⸗ ſtige Faſſungskraft; 7. Einige Kenntniſſe in der lateiniſchen Sprache.

III. Lehrvorträge, welche beſucht werden müſſen.

1. Anatomie; 2. Uebungen im anatomiſchen Präpariren, mit beſonderer Rückſicht auf gerichtliche Leichenöffnungen; 3. Phyſiologie (als beſonderer Vortrag); 4. Arzneimittellehre(als beſonderer Vor trag); 5. Theoretiſche Chirurgie, ſich beſonders ausdehnend über: Entzündungen, Geſchwür, Verwundungen, Quetſchungen, Blutungen, Verbrennungen, Erfrierungen, Hernien, Vorfälle, Verrenkungen, Knochenbrüche,(als beſonderer Vortrag); 6. Operative Chirurgie, ſich beſonders beziehend auf: Aderlaſſen, Schröpfen, Zahnausziehen, die blutigen operativen Hülfen, welche bei den, unter 5. genannten