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Feier des fünfzigjährigen Dienst-Jubiläums des Geheimenraths und Professors Dr. Ferdinand August Maria Franz von Ritgen zu Gießen
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Freilich haben Sie das ſchlimme Beiſpiel einer glücklichen Autodidas⸗ kalie gegeben, welches zur Entvölkerung der Univerſitäten führen müßte, wenn es ſtarke Nachahmung finden ſollte; freilich droht eine Verwirrung der Gränzen zwiſchen den Facultäten, wenn das vielfach gebrochene Licht der Wiſſenſchaft noch öfter in Einem Geiſte zuſammenfließt; aber wir halten uns an das Wort: ubi plurima nitent und an das lebendige und energiſche Intereſſe, welches Sie zu aller Zeit an der Univerſität und deren vielfach wechſelnden Angelegenheiten und Geſchicken genommen haben.

Möge darum das iſt unſer allgemeiner und herzlicher Wunſch der dsᷓ ιανο, der ſeelenfreundliche Herr, Sie in ſeinen gnädi⸗ gen Schutz nehmen, Ihnen des Geiſtes Kraft und Friſche noch lange erhalten, damit wir uns noch lange Ihrer Wirkſamkeit erfreuen dürfen; möge er jede Wolke von Ihrem Himmel verjagen und noch unerfüllte Wünſche mit voller Gewährung krönen.

Doch, was wir wünſchen, das finden Sie, hochverehrter Herr Ju⸗ bilar! viel beſſer, als es mein ungeſchickter Mund vermag, in dieſer Gra⸗ tulations⸗ und Jubelſchrift ausgeſprochen, welche unſer verehrte Amts⸗ genoſſe, der Profeſſor der Beredſamkeit, Dr. Oſann, mit gewohnter Virtuoſitän und Herzlichkeit verfaßt hat, und welche wir Ihnen Namens der Großherzoglichen Landes⸗Univerſität hiermit überreichen.