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immer wieder mit zäher ungebrochener Kraft erhob, um in⸗ mitten des deutſchen Kulturvolkes einen Staat zu bilden, den heute als wertvolles Glied des Reiches niemand miſſen mag. Und mit Genugtuung dürfen wir den Wechſel der Verhält⸗ niſſe empfinden. Damals das Land von Parteiungen zer⸗ riſſen, faſt fortwährend vom Lärm der Waffen erfüllt, der Bürger nicht ſicher ſeines Gutes und ſeines Lebens. Heute kämpft Deutſchlands geeinte Macht gegen die Heere der ganzen Welt, und dennoch leben wir in der Heimat nicht viel anders als im tiefſten Frieden.
Noch andere Fäden verknüpfen für uns Heſſen das Einſt und Jetzt. Das Fürſtenhaus, das den heſſiſchen Staat ſchuf und heute noch Heſſens Thron ziert, hat ſeinen Ausgang ge⸗ nommen vom Lande Brabant. Lange dem Reich entfremdet, iſt dieſe Grenzmark heute durch deutſches Blut erobert, und heſſiſche Landeskinder halten die Wacht im Stammland ihres Fürſten. Werden hier Hoffnungen wach, daß ſich aufs neue binde, was einſt gelöſt ward? Noch iſt es zu frühe, davon zu ſprechen! 4
Wenn wir die Bedeutung des Ereigniſſes, deſſen An⸗ denken wir heute feiern, richtig verſtehen wollen, müſſen wir die Entſtehung der Landgrafſchaft Heſſen in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ein wenig genauer betrachten.
Am Anfang der eigentlichen heſſiſchen Geſchichte ſteht ein Fürſt, der bis zum Auftreten Philipps des Großmütigen der tüchtigſte und zugleich der volkstümlichſte Herrſcher ge⸗ blieben iſt: Heinrich I., das Kind, von Brabant.
Wer war der Fürſt und welches war das Gebiet, das er zum Staate zuſammenzufaſſen unternahm? Beginnen wir mit dem Land.
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