36 Abschnitt 1
ständige 20,6%(davon A 14,3%), Angestellte 7,3%, Arbeiter 31,2 7. Wie man sieht, stellt die Landwirtschaft nahezu 7½ aller Selbständigen. Von den Arbeitern ist nur rund /½/0 in der Land⸗ wirtschaft tätig.
Landwirtschaft.
Bei der in Verbindung mit der Volks⸗ und Be⸗ rufszählung 1925 vorgenommenen Erhebung wurden im Kreise Gießen insgesamt 14377 land⸗ und forstwirtschaftliche Betriebe gezählt. Von ihnen entfielen nach ihrer Gesamtfläche:
in die Größenklasse Betriebe Fahne ven unter 2 ha 7069 4028 ha
2 bis„ ha 32⁴3 10531 ha , 168⁰ 11085 ha 40„ 3⁴⁴ 4228 ha 20„,„ i Ka 41 1193 ha 50„„ 100 ha 29 2234 ha 190„,„ 200 h 33 4575 ha 200 und mehr hgaͥjßg 23 13 820 ha
Die restlichen 1915 Betriebe sind Kleingärten mit einer Fläche von 52 ha.
Die Durchschnittsgröße eines Betriebes ist also — bei Nichtberücksichtigung der Kleingärten— fast 4 ha. Die häufigste Betriebsgröße liegt dagegen in der Klasse unter 2 ha.
Nach der landwirtschaftlich benutzten Fläche gruppiert, fallen in die Größenklasse 0 Ar: 91 Be⸗ triebe(forstwirtschaftliche), 0,I—5 a= 38, 5—50 a 4174, 0,5—1 ha= 1359, 1—2 ha 1602, 2—5 ha= 3249, 5—10 ha ⸗ 1596, 10—20 ha 304, 20—50 ha= 24, 50—100 ha= 14, 100 und mehr ha ⸗ 11 Betriebe.
Größere Verschiebungen gegenüber der ersten Gruppierung bewirken nur die forstwirtschaftlichen Betriebe teils mit kleiner, teils ohne landwirt⸗ schaftlich benutzte Fläche. Von der Gesamtfläche ist dem Besitzverhältnis nach eigenes Land: 44433 ha, Pachtland: 6991 ha, Deputatland: 5 ha, Allmend⸗ land: 85 ha, der Rest sonstiges Land.
Ausschließlich aus Eigenland bestanden 2798 Be⸗ triebe, ausschließlich aus Pachtland 1040 und aus⸗ schließlich aus sonstigem(Deputat⸗, Allmend⸗ land usw.) 87. 4822 Betriebe haben mehr als die Hälfte eigenes und 1479 mehr als die Hälfte ge⸗ pachtetes Land. Die übrigen Betriebe haben mehr als die Hälfte sonstiges Land oder besitzen von keiner Art mehr als die Hälfte.
Allmendland war an 296 Betriebe verteilt.
Von den Betrieben mit einer Gesamtfläche von 2 ha und mehr!) wurden 5186 von Eigentümern selbst geleitet, während bei den restlichen 75 Be⸗
1) Ausgenommen Betriebe im Eigentum öffentlicher Körperschaften.
trieben die Leitung in Händen eines Pächters oder Verwalters lag.
In 5198 Fällen konnte der Zeitpunkt der letzten Eigentumsübertragung und der sie bewirkende Rechtsakt festgestellt werden.
Die Eigentumsübertragung erfolgte bei
4173 Betrieben in der Zeit vor 1915
13⁰„„„„ von 1915—1918
735⁵ 5„,„„ 119 128
160⁰* 7 7 nach 1923, und zwar 618 mal durch Kauf, 1729mal durch Be⸗ triebsübergabe(Altenteilsvertrag usw.) und
2851mal durch Erbanfall. Die Eigentumsüber⸗ tragung durch Kauf hat ersichtlich nur geringe Be⸗ deutung. Insbesondere konnte ein relatives An⸗ wachsen der Eigentumsübertragungen durch Kauf in der Nachkriegszeit— eine naheliegende Ver⸗ mutung— nicht nachgewiesen werden.
Von der Gesamtfläche aller Betriebe des Kreises Gießen(51 694 ha):) waren landwirtschaftlich bes nutzt 32074 ha, forstwirtschaftlich benutzt 18 202 ha. 775 ha waren Haus⸗, Hofraum und Wege, während der Rest fast ausschließlich aus geringer Weide und Oedland bestand.
Die landwirtschaftlich benutzte Fläche setzt sich zusammen zu knapp ½ aus Ackerland, zu J½ aus Wiesen und guten Weiden. Etwa 600 ha(½¼½00 waren Gartenland. ö
Den größten Anteil— je fast 30 9— an der gesamten landwirtschaftlich benutzten Fläche haben die Betriebe in der Größenklasse 2—5 und 5—10 ha.
Die forstwirtschaftlich benutzte Fläche wird vor⸗ nehmlich von den Betrieben ohne landwirtschaftlich benutzte Fläche(reine Forstbetriebe) nachgewiesen.
Die wichtigsten Anbaupflanzen, mit denen das Ackerland bestellt war, sind Hafer(17½ des Acker“ landes), Weizen(16/), Kartoffeln(16/), Roggen (15%, Gerste(110), Futterrüben(11½0), Futter⸗ pflanzen(100). ů
Betriebe mit ausschl. Kartoffelland gab es 3361 reine Gartenbaubetriebe wurden 719 gezählt; forstwirtschaftlich benutztes Land hatten 349 und Fischgewässer 43 Betriebe aufzuweisen. Die Zahl der Betriebe mit tragfähigen Obstbäumen war 8 986, die Zahl dieser Bäume selbst 157 591.
Der Viehbestand in den landwirtschaftlichen Be⸗ trieben des Kreises Gießen belief sich auf 4267 Pferde, 30730 Stück Rindvieh, 9735 Schafe, 24760 Schweine und 9663 Ziegen. Während Ziegen meist in Betrieben von unter 2 ha Größe vorkommen, sind Schafe, Schweine und Rindvieh in den mittleren, und Pferde in den größeren Be“ trieben am zahlreichsten?). ö
1) Ohne Kleingärten.
2) Die am 1. Dezember 1925 vorgenommene Vie hzäh⸗ lung leinschließlich der nicht in der Landwirtschaft benutzten Tiere) hat bei Schafen und Ziegen einen geringeren stand ergeben.


