Jahrgang 
1929
Seite
5
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Dyduldis egeneDiedelshausen(1323 und 1458: rsenheir)rsen, zu Diethold). Alle diese Orte, estilenz. ausgenommen, sind nicht Krieg und

zum O 20 sondern der Gründung unserer Stadt

zu End fer gefallen. Wann der Aufsaugeprozeß

e war, läßt sich nicht sagen.

Das historische Gießen. Dirett Von Professor Dr. Karl Ebel, or der Universitätsbibliothek in Gießen. Mite d.fänge unserer Stadt zeigen etwa in die Sprosse es 12. Jahrhunderts zurück. Die letzten hause Rann luxemburgisch⸗gleibergischen Grafen⸗ usam oder ihre unmittelbaren Erben bauten am zwei Jurt von Lahn und Wieseck, zwischen machte urten, die den größeren Fluß passierbar str Ahen. an der Kreuzung mehrerer Handels⸗ aus ira⸗ wo es leicht war, Zoll zu erheben, und burg. gendwelchen anderen Gründen eine Wasser⸗ Walen Burg erstreckte sich als Rechteck vom bis zu elsschen Grundstück hinter der Stadtkirche Uber iht Pfarrhaus der Matthäusgemeinde, das wird Dun Südwestecke steht. Ihre Nordwestecke

alenfel die entsprechenden Mauern des älteren gut sic 164. Wohnhauses gebildet und ist noch sind ar; auch an der Rückseite dieses Hauses Fensterd Reste der westlichen Palaswand mit 353 vo dlllierungen vorhanden. Die Ostwand vermutli er Grenze des genannten Grundstückes Rirchsrafz parallel zur Westwand hinüber nach der mit der e, wo sie im J. B. Nollschen Grundstück Mauer vom Pfarrhaus herziehenden südlichen nicht w alsammenstieß. Der innere Eingang lag it davon im Zuge der Kirchstraße. der Kanali mfang wurde durch Mauerreste, die bei vorgend isierung der Stadt und den im Jahre 1908 stätigt mmenen Ausgrabungen zutage kamen, be⸗ en seither vermißten Bergfried glaubt Grenze d 3 Genfelsschen Hof nahe an der östlichen den zu k 10 Grundstücks vor den Schuppen gefun⸗ arbeit 0 en. Zwar weist diese bei früheren Erd⸗ Tiefe 19 durchwühlte Stelle in erreichbarer allein sie 5 ossene Grundmauern nicht mehr auf, stücks und5 höher als der übrige Teil des Grund⸗ die nur5 angefüllt von mächtigen Steinblöcken, rühren Wunter. starken Befestigungswerk her⸗ mutung. en. Ihre Lage spricht für diese Ver⸗ Die umschlossen viar Kernburg wurde in weiter Ellipse esten am von einer Umfassungsmauer, die im an der Gand. verdeckten Stadtbach, im Norden der Stadtrirche. d. der Bach, im Osten an der Ecke ecke des Kirchtm dann nach der Nordost⸗ und Südost⸗ urms zog, die Kirchstraße überquerte,

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Allgemeines: Aus Stadt und Kreis Gießen 5

wo das äußere Eingangstor lag, durch das J. B. Nollsche Anwesen bis zum Café Ebel lief und sich dann bald in spitzem Bogen wieder nach dem Stadtbach wandte. Dem ganzen Zug der Mauer folgte ein etwa 10 Meter breiter Burggraben, von dem nur der Name noch erhalten ist, dessen Lauf man aber streckenweise noch an der Flucht der Höfe hinter den Häusern des Marktplatzes genau er⸗ kennen kann. Den gesamten Flächengehalt der Wasserburg schätzt man auf etwa Morgen. Man kann sich eine gute Vorstellung von der Größe der Burg machen, wenn man weiß, daß sie min⸗ destens acht Burgmannensitze umschlossen hat, von denen außer dem Leibschen Hause auch noch das frühere Café Ebel(heute Studentenheim), der Burgsitz der Riedesel v. Bellersheim, erhalten ist.

Ein halbes Jahrhundert nach der ersten urkund⸗ lichen Erwähnung der Burg wird auch die Ge⸗ meinde urkundlich genannt und sogleich als Stadt⸗

gemeinde, denn sie führt bei ihrem ersten Auf⸗

treten im Jahre 1248 bereits ein Siegel.

Steht es geschichtlich fest, daß die Stadt im An⸗ schluß an die Burg erwachsen ist, so erhebt sich die Frage, ob sie durch willkürlichen Zuzug der Be⸗ wohner umliegender Orte entstanden, oder ob sie ein zielbewußtes Werk des Grundherrn ist. Mancher⸗ lei spricht für die letztere Annahme.

In ihrer nächsten Umgebung findet sich eine ganze Anzahl Wüstungen. Auf dem linken Ufer, am Westabhang des Rodbergs über der Furt lag das Dörfchen Achstatt, an das derAsterweg die letzte Erinnerung festhält. Auf der Höhe des Selters⸗ bergs stand Selters, ebenfalls nicht weit von einer Furt, der Wolfsfurt, an die heute noch ein Flur⸗ name erinnert. Jenseits, am rechten Ufer, doch weiter nach den Abhängen der Hardt, lag Kropbach an einem diesen Namen führenden Wasserlauf, und am Osthang der Hardt Diedelshausen(Di⸗ duldishusen) und Leufertsrod(Liutfridisrode). Das Verschwinden dieser Dörfer hängt ohne jeden Zwei⸗ fel mit der Entstehung der Stadt zusammen, denn Gießen hatte ehedem keine eigene Gemarkung, es bildete die seine aus den Marken jener Ortschaften, deren Bewohner unter den Mauern der Burg angesiedelt wurden. Betrachtet man ältere Stadt⸗ pläne, so läßt sich eine gewisse Planmäßigkeit der Anlage nicht verkennen. Nicht willkürlich und regel⸗ los, wie der Zufall den Ansiedler Besitz ergreifen ließ, stehen die Hofreiten beisammen, die Gassen laufen nicht wirr durcheinander, sondern regel⸗ mäßige Baublöcke an offenbar vorher abgesteckten Straßen scheinen sich im ältesten Kern der Altstadt von Anbeginn an erhalten zu haben. Das 13. Jahr⸗ hundert ist das klassische Zeitalter der Städtegrün⸗ dungen; so könnten die Pfalzgrafen von Tübingen, die um 1185 durch Heirat mit einer gleibergischen Erbtochter Besitzer der Grafschaft Gießen geworden waren und als Gründer der Stadt zu betrachten