Jahrgang 
1927
Seite
39
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Ber ö liche Deidenue keine Schwierigkeiten, da der größte O rzte über eigene Kraftfahrzeuge verfügt.

Transportmittel.

Transport krankenhausbedürftiger entlegenen Orten des Kreises, die Verbindung zur Bahn haben, in die ens stößt auf keine besonderen zeit⸗ chwierigkeiten, da von der Stadt aus nkenautos angefordert werden können. esitzt ein 915 Sanitätskolonne vom Roten Kreuz

kungenscha 30 Stadt Gießen zwei mit allen Er⸗ Ate Klautos. ften der Technik ausgestattete Kranken⸗ .

Auch der (ranker aus Eine günstige „Kliniken Gieß kaubenden S ederzeit Kra Die freiwilli

n i Hezug auf die Versorgung der Bevölkerung

des gnit 14—1 Jahfsall dls fehmtten können die Verhältnisse eben⸗ n Aus hr gut bezeichnet werden. In der Stadt

eill eben befinden sich drei

. Apotheken,

ehbarer Zeit wohl noch eine vierte

Im Kreise bestehen Apotheken in den, Grünbere Lda., Großen⸗Buseck, Großen⸗Lin⸗

inihentral gel erg, Hungen, Lich und Lollar, also an

sleicht und egenen Orten, die aus der Umgebung

schnell zu erreichen sind.

Kein Hebammen. Peburtshilthwierigkeiten macht die eilige Berufung meinden Hi Beistandes. Von den 80 Ge⸗ eine oder es Landkreises haben außer sieben alle völkemeinden zwei Gemeindehebammen. Die Ge⸗ mgell nahe bei(18 Hebamme sind die kleinsten und so zur hebamme zem größeren Ort mit einer Gemeinde⸗ Rigen F gelegen, daß deren Berufung auch in

äüllen sofort möglich ist.

Praktiz Zahnärzte gin 16— in der Stadt elf, auf dem Lande drei der emeinden Grünberg, Lollar und Londorf.

ie au Iuprehin und sind ahntechniker in der Stadt elf, auf dem Lande sieben tätig.

sche Voni

Vaahercn sind sechs bzw. fünf nach§ 123 der Reichs⸗ 1d IN ualifikatiasordnung geprüft(d. h. sie haben die iedem. zur Behandlung von Kassenmit⸗

*

Krankenschwestern.

8 en Hu bettlägerig Kranken auf dem Lande, nacht 095 and zwar keine Kliniksbehandlung nötig

5 flegep er doch Betreuung durch eine ausgebildete 3— 1 edie erf den als wünschenswert erscheinen läßt, he Asei 2n orderliche Pflege und Wartung zu gewähr⸗ rden eme hatten schon vor dem Kriege eine Anzahl inriege Kar Schwestern angestellt. Nach dem ͤ Oseinen hat die Zahl der anstellenden Gemeinden 1 erfreulichen Aufschwung genommen, so daß e A

Allgemeines: Aus Stadt und Kreis Gießen 39 heute 23 Gemeinden des Kreises über eine oder

mehrere angestellte Krankenschwestern verfügen.

Vermöge seines Ranges als Universitäts⸗ und Provinzialhauptstadt besitzt Gießen drei für die öffentliche Gesundheitspflege wichtige Institute. Das staatliche

Untersuchungsamt für Infektionskrankheiten

und das Hygienische Institut

der Universität sind beauftragt, das ihnen von beamteten und praktischen Aerzten und den Kranken⸗ häusern eingesandte Material von übertragbaren Krankheiten zu untersuchen und das Ergebnis der Untersuchung dem Einsender mitzuteilen. Ihre Tätigkeit bildet ein außerordentlich wichtiges Mo⸗ ment der Seuchenbekämpfung. Eine nicht minder wichtige Funktion erfüllt das

Chemische Untersuchungsamt

für die Provinz Oberhessen, das vorwiegend die Untersuchungen von Nahrungsmitteln, Giften, ver⸗ unreinigten oder vergifteten Objekten ausführt und dem die Kontrolle der Wasserleitungen auf Frei⸗ sein von krankheitserregenden Keimen obliegt. Die Zuständigkeit und der Umfang der Tätigkeit dieser drei Institute geht ineinander über.

Zur Vornahme von allenfalls notwendigen Des⸗ infektionen bei ansteckenden Krankheiten und der Reinigung von Ungeziefer sind zwei

Kreis⸗Desinfektoren ö angestellt, denen je eine Hälfte des Kreises als Amtsbezirk zugeteilt ist. Sie nehmen auf Benach⸗ richtigung des Arztes oder des betreffenden Haus⸗ haltungsvorstandes die Desinfektion vor, oder erhalten ihre Anweisungen vom Kreisgesundheits⸗ amt, welches durch den behandelnden Arzt auf einer vorgeschriebenen Meldekarte von dem Krank⸗ heitsfall in Kenntnis gesetzt wird. In geeigneten Fällen kann die sogenannte fortlaufende Des⸗ infektion während der Kranheit auch von der Krankenschwester vorgenommen werden. Die ab⸗ schließende Desinfektion wird aber stets von dem beauftragten Kreisdesinfektor, der allein über die nötige Apparatur verfügt, ausgeführt.

Ausbildung des Heilpersonals.

Abgesehen von seiner Bedeutung für die Aus⸗ bildung des ärztlichen Nachwuchses verfügt Gießen noch über mannigfaltige Ausbildungsmöglichkeiten für das sogenannte niedere Heilpersonal: für Krankenschwestern, Säuglings⸗ und Wochenbett⸗ pflegerinnen, männliche

Mit der Frauenklinik verbunden ist die Hebammen⸗ lehranstalt, in welcher die Hebammen Hessens ihre Ausbildung erhalten, ferner Unterrichtskurse für

nnen, Krankenpflegepersonen und Heilgehilfen, Hebammen und Desinfektoren.