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sind lasisind in 996 2 Drlenelenwben des Kreises Gießen 121 grun 0 Personen waren vor allem im Nah⸗ 'en. Jallein und Genußmittelgewerbe beschäftigt, wo 5 beiteri zur Zigarrenherstellung nahezu 1400 Ar⸗ post) an Handel 540wenee- wurden. Weiter wurden Gastu0r 1— im Gast⸗ und Schankwirtsgewerbe ö dafeer Hen. 197 weibliche otoren waren i 584 Betri
* in Betrieben vorhanden en ihent meuese in den Gewerbegruppen, 35 auch wendesind enschlicher Arbeitskraft am besten versehen wen sr aft i im größten war die verfügbare motorische zung Die Bet ergbau und in der Eisenindustrie. uunsmit abgeserachtung der Gewerbebetriebe, die hier⸗ n. u das Erz. schlossen werden soll, zeigt, daß einerseits dene chen—4 und Mineralienvorkommen im Kreise Gie⸗ sind Land ih Entwicklung des Gewerbes in Stadt und uI seits 910 Gepräge gegeben hat und daß anderer⸗ 1200 men hat Tabakindustrie eine Entwicklung genom⸗ An das Glei'ndie sie befähigt, der Eisenindustrie fast n.. Wit Wench zu halten. —e ˙m Gesagten sind die bis jetzt März 1927 ie Lußs sammengestellten Ergebnisse der Rehe⸗ Biure
un B 5 Kram 5 etriebszählung 1925 für Stadt und Kreis
ie en im w„ Bearbe; esentlichen mitgeteilt. Eingehendere Abteistaltset Kungen(peziell die gewerbliche VBetriebs⸗ t der steilunge etreffend) dürften demnächst in den Mit⸗ ner desstatist der Hessischen Zentralstelle für die Lan⸗ , dab die Er 0 erscheinen. Dort werden auch laufend n weitz 90 nisse anderer statistischer Erhebungen ver⸗
Aaffilöffentli Verufs die zur Vertiefung des aus der Volks⸗,
ö cherang 0 Betriebszählung gewonnenen Bildes
930— gen werden können. in Adas 9 10 Gesundheitswesen in Stadt und 98 9 Kreis Gießen. angß 92 on Amtsarzt Dr. Orth, Gießen.
a f. er Gulß 5 Gesundheitswesen in der Vergangenheit.
etwa edürfnis öffentli Gesu is nach privater und öffentlicher ie Ght. Eeepflege ist so alt wie die Menschheit endie We 5bleibt wie seine Ziele unverändert. Nur über mit den„die Formen und der Umfang wechseln ꝛet si schaftlichen lenschaftlichen Anschauungen, den wirt⸗
d(Fortschr 105 Verhältnissen und dem kulturellen en besplötzu eiten der Gesellschaft. Wenn heute in einem 10 Krankheitsfall der telephonisch herbei⸗ hezu wir die rat in kürzester Zeit zur Stelle ist, wenn r Besei nin der zentralen Wasserversorgung, zenettigung der Abfallstoffe, der Wohnungs⸗ der Hygiene der Straßen und Plätze „so vergessen wir nur zu gerne, wie Verhältnisse noch vor wenigen Jahr⸗ waren. Wir denken nicht daran, daß der hohe Stand des Gesundheitswesens die ung eines ungeheuer schnellen Aufstiegs
Allgemeines: Aus Stadt und Kreis Gießen 37
ist, der seinen Anfang erst in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts auf Grund weittragen⸗ der medizinischer und technischer Entdeckungen nahm.
Wie überall im Mittelalter haben die verheeren⸗ den Volksseuchen auch in Gießen gewütet. In der Stadt starben im Jahre 1635 allein an der Pest 1503 Einwohner. Aussatz, Pocken, Typhus und Ruhr haben in großen Epidemien unzählige Opfer gefordert. Wie überall lag auch in Gießen die Hygiene der Wohnungen und der Städte sehr im Argen. Wohl hat man sich behördlich mit der Ver⸗ hütung und Bekämpfung der Seuchen befaßt und Verordnungen erlassen. Diese bezogen sich jedoch nur auf ein Gemeinwesen, nie auf ein ganzes Land und enthielten in der Hauptsache diätetische und therapeutische Ratschläge, während die Vorschriften zur Verhütung und Bekämpfung der Weiter⸗ verbreitung nur ganz beiläufig erwähnt wurden. Viel haben sie nicht genutzt, da man über die Ur⸗ sache und Art der Weiterverbreitung der Krank⸗ heit völlig im Dunkel tappte und die Anordnungen auch nicht befolgt wurden. Namentlich die Ver⸗ ordnungen über die Reinhaltung der Straßen und Stadtgräben, in deren Verunreinigung man mit Recht, aber in falscher Deutung ihrer nur mittel⸗ baren Wirkung die Ursache der ansteckenden Krank⸗ heiten erblickte, sind unbeachtet geblieben. Seß⸗ hafte Aerzte waren kaum vorhanden. Meist priesen sie auf Jahrmärkten marktschreierisch ihre mehr oder weniger von Erfolg begleiteten Dienste an. Die chirurgischen Krankheiten wurden in den Bad⸗ stuben behandelt, die inneren Krankheiten be⸗ handelte man selbst, so gut oder schlecht es eben ging, auf Grund alten überlieferten volksmedi⸗ zinischen Wissens. ö
Die Zeit, in der der Staat sich des Gesundheits⸗ wesens annahm, liegt in Hessen nur wenig mehr als 100 Jahre zurück. Seitdem ist die Geschichte des Gesundheitswesens in Gießen und den Ge⸗ meinden des heutigen Kreises die des Landes Hessen. Wohl die erste von der höchsten Landes⸗ behörde erlassene gesundheitspolizeiliche Verord⸗ nung ist die Instruction an die Aerzte vom 15. 9. 1807(das älteste Dokument im Archiv des Kreis⸗ gesundheitsamts), wodurch in Hessen als einem der ersten Länder die Schutzpockenimpfung ein⸗ geführt und ihre Propagierung und Vornahme den Aerzten zur Pflicht gemacht wurde.(Nur Bayern kann auf eine gleichlange Zeit obligatorischer Schutzpockenimpfung zurückblicken.) Ihr folgte 1822 die Großh. Hess. Medizinalordnung, welche von der Absicht diktiert wurde„die Verwaltung der Gesundheitspolizei mit dem ganzen System der Verwaltung in Uebereinstimmung zu setzen und jedem Unterthanen, auch allerorten auf dem Lande in körperlichen Leiden die bestmögliche ärzt⸗ liche Hilfe zu geben und zu sichern“.


