Geschichtliches und Sehenswürdigkeiten der Stadt Gießen
Straßenbahn ist je eine getrennte Akkumula⸗ torenbatterie aufgestellt. Das größtenteils
unterirdisch verlegte Leitungsnetz hatte am
31. III. 11 eine Gesamtlänge von 183,3 Kilo— metern. Am 31. März 1911 waren ange—
schlossen: 1025 Abnehmer mit 27803 Glüh⸗
lampen, 511 Bogenlampen, 498 Motoren,
77 Apparaten oder insgesamt ein Aequivalent
von 68075 Glühlampen.
Fleischversorgung. Der
Schlachthof(Rodheimer Straße 19) wurde
weiterungsbauten wurden
ö hergestellt.
mittelst Trockenlufthühlers. Augsburg.)
1887 eröffnet. Von den geplanten Er— zuerst 1910/11 eine neue Schweineschlachthalle sowie Kühl— haus mit Kühl⸗ Mit 1913 folgt der Bau einer neuen Großviehschlachthalle nebst Stallungen und den übrigen zugehörigen Baulichkeiten. Die Kühlung erfolgt nach Kohlensäuresystem, (A. Riedinger⸗
Die Schweineschlachthalle hat
städtische
und Eismaschinenanlage
IVI
als Aufhängevorrichtung das Spreitzensystem von Stohrer⸗Leonberg(Württemberg), das sich besonders durch seine vorteilhafte Ver— teilung auszeichnet. Bewährt hat sich auch die praktisch wichtige Entneblungsanlage (Johne-Aversgehofen bei Erfurt). Die Fleisch— untersuchung steht unter tierärztlicher Aufsicht. Seit 1889 ist auch Trichinenschau eingeführt. Das zum Verzehr gebrachte Fleisch ist von vorzüglicher Güte und entstammt dem wetter— festen nicht verweichlichten Rind vom Vogels— berg und dem Landschwein aus der weiteren Umgebung Gießens. Zahl der jährlichen Schlachtungen s. Seite XI.
Stadtwald. Die der Stadt Gießen ge⸗ hörigen schönen Waldungen haben einen Flächenbestand von 1286,47 Hektar Holzboden und 56,62 Hektar Wege. Die jährliche Holz— entnahme beträgt 7580 Festmeter oder 5,9 Fest⸗ meter pro Jahr und Hektar.


