Jahrgang 
1911
Seite
330
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Der 4. Bezirk(Südbezirk)

umfaßt die Hofreiten und einzelnen Gebäude in dem Gebiet, welches umgrenzt wird von

der oben genannten Visierlinie zwischen den

Kirchtürmen, der Süd-Anlage, zwischen Johanneskirche und Selterstor, der West Anlage von da bis zum Hause Geilfus, dem Damm der Main-Weser-Bahn bis zum Bahn hofe und dem Laufe der Lahn unterhalb der Wieseckmündung, also Südseite des genannten Teils der Süd⸗Anlage und Südwestseite der West-Anlage bis zur Pumpstation, Straßen und Wege daselbst, Bleichstraße zwischen Süd-Anlage und Löberstraße, Alicestraße, Ludwigstraße südlich der Alicestraße, vorderen Riegelpfad, südwestliche Hälfte der Ebelstraße, Leihgesterner Weg bis zum Aulweg, letztere zwischen der Kreisstraße nach Leihgestern und der Frankfurter Straße, Liebig-, Wilhelm-, Klinik⸗, Frankfurter und Hofmannstraße, Wetzlarer Weg, Crednerstraße, Mittelweg, Hillebrandstraße, Bahnhofstraße zwischen

West⸗-Anlage und Bahnhof, Grabenstraße,

Bahnhöfe und deren Zufuhrstraßen mit sämt lichen Gebäuden, chemische Fabrik von Throm, Margaretenhütte, sämtliche neuen Kliniken, Schöne Aussicht und Altienbrauerei.

Der 5. Bezirk(Westbezirk)

umfaßt alle Hofreiten und einzelnen Gebäude westlich des Dammes der Main-Weser-Bahn und der Lahn unterhalb der Wieseckmündung,

also denHamm, Rodheimer, Krofdorfer

Bezirkseinteilung zur Feuerlösch⸗Ordnung ꝛc. Reinigung der Schornsteine

und Schützenstraße, Mühlen, Badeanstalten, ů

Schlachthaus, Neustädter Feld und Hardt.

Feuer-Alarm-⸗Signale.

Der Turmwächter hat, sobald er Feuer entdeckt, die Sturmglocke mit rasch hinter einanderfolgenden Schlägen zu ziehen, und darauf zur näheren Bezeichnung des Bezirks je ein weiteres Zeichen zu geben, welches besteht bei einem Brande im 1.Bezirk Gordboesie in 1 Glockenschlag

2, Nordbezirk)2lockenschlägen 3.(Osthezirt) 42 4. Saabezit 2* 5.(Wesibezirn) 3

Gleichzeitig hat der Turmwächter durch das Sprachrohr die Gegend noch näher kenntlich zu machen und außerdem

am Tag eine rote Fahne, bei Nacht eine rote Laterne nach der betreffenden Richtung hin aufzustecken.

Dauert der Brand länger als eine halbe Stunde, so hat der Turmwächter nach deren Ablauf das Stürmen ganz einzustellen, und damit erst wieder zu beginnen, wenn er ein zweites Feuer entdecken sollte.

Die Alarmierung geschieht ferner durch die Schutzmannschaft mit der Hupe, und durch die Trommler und Hornisten der Freiwilligen Feuerwehren und bei sehr großen Bränden auch durch die Glocken der Johanneslirche und der katholischen Kirche.

Reinigung der Schornsteine.

§ 5. Die Schornsteinfeger sind verpflichtet, bei dem Reinigen der Schornsteine auf die Wünsche der Hausbewohner tunlichst Rück sicht zu nehmen, denselben mit Höflichkeit zu begegnen, und alles zu vermeiden, was un nötiger Weise für dieselben belästigend wird. Sie haben namentlich die Beschmutzung der Häuser und Räume, in welchen sie die Schornsteine zu reinigen haben, tunlichst zu vermeiden.

§ 6. Alle Schornsteine müssen voraus gesetzt,

daß die in dieselben mündenden

Feuerungen im Gebrauch sind wenigstens alle drei Monate in gleichen Zwischenräumen

gefegt werden. Schornsteine, in welche nur im Winter(15. Oktober bis 15. Aprih) im Gebrauch befindliche Feuerungen münden,

müssen wenigstens dreimal im Jahr, in der

Regel in den Monaten Oltober, Januar und April gefegt werden. 5 9.

Monaten Mai, Juni, Juli und August nicht

Die Reinigung der Schornsteine darf ohne Zustimmung des Hauseigentümers und der dabei beteiligten Hausbewohner in den

2Stockwerke

vor 6 Uhr morgens, in den übrigen Monaten nicht vor 7 Uhr morgens vorgenommen werden. Das Ausbrennen der Schornsteine während der Dunkelheit ist überhaupt unzulässig. Den Ruß hat der Schornsteinfeger in das von dem Hauseigentümer oder Bewohner des Hauses zu dessen Aufnahme zu stellende Gefäß zu bringen. Die weitere Beseitigung des Rußes liegt dem Eigentümer des Hauses ob. Wenn Aussteigeöffnungen im Dache an gebracht sind, um an die Schornsteinöffnungen gelangen zu können, so hat der Schornstein feger diese zu benutzen und darf nicht über die Dachflächen von einem Schornstein zum anderen gehen. § 23. Die Gebühren der Schornsteinfeger betragen für das Reinigen eines 1 Stockwerk durchlaufenden Schornsteins 10 ½, 1

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3 20 25 5 30

und für jedes Stochwerk, durch welches der

Schornstein weiterläuft, 5 Pfg.