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stand der israelitischen Religionsgemeinde Professor Dr. Leopold Schmid⸗Stiftung⸗
Gießen.
Löber'sche Stiftung. Eine Pfründe von 260 Mk. jährlich an einen in Gießen ge⸗ borenen verwitweten Handwerker und an eine in Gießen geborene Handwerkers⸗ witwe, die einen guten Ruf besitzt, fort⸗ während einen gesitteten Lebenswandel geführt haben und wahrhaft bedürftig sein muß. Bewerbungen bis Februar, bezw. August an städt. Armenamt.
Stiftung des Gemeinderatsmitglieds Friedr. Lony sen. Jährliche Zinsen an 8 Arme der Stadt mit je 20 Mk. Bis Februar an städt. Armenamt.
Geheimerat Meyer⸗Stiftung. 31. Dezember jeden Jahres Zinsen(derzeit 2 Gaben mit zusammen 32.57 M.) an eine oder zwei arme Familien zu vergeben durch die Armen⸗ deputation.
Stiftung der Daniel Moog Ww. zu Gießen. 2. Oktober Verteilung der Jahreszinsen an hiesige bedürftige und unbescholtene im Witwenstand lebende Bürger und Witwen von Bürgern. August an städt. Armenamt.
Neubauer'sche Stiftung. An eine bedürftige,
in Gießen wohnende Rechtsanwalts⸗ oder Advokatenwitwe eine Unterstützung von jährlich 120 M. Anträge an den Pfleger der Neubauer'schen Stiftung Rechtsanwalt Mendelsohn.
Plockische Stiftung. Für eine in Gießen geborene Person Aufnahme in die Pro⸗ vinzial⸗Siechenanstalt. Armenamt.
Stiftung der Frau v. Rabenau, geb. von Seitz. Jahreszinsen an arme und siech dar⸗ niederliegende Kranke bürgerlichen Standes zu ihrer besseren Verpflegung zu vergeben durch die Pfarrer an der Stadtkirche unter Zuziehung sämtlicher Kirchenältesten.
Hermann Röder⸗Stiftung. Im Februar jeden Jahres Zinsen(446.01 M.) an die Armen und 26.76 M. an den Kronbauer'schen Quartettverein zu verteilen durch die Stadt⸗ verordnetenversammlung.
Friedrich Heyer v. Rosenfeld'sche Stiftung. Aus den Zinsen am Todestag des Stifters (21. Dez.) Verteilung von 67 Mä. 20 Pfg. an solche evangelische würdige Stadtarme, welche selbst in Gießen geboren sind und eren Eltern und Großeltern ebenfalls ier zur Welt kamen und das Bürger⸗ recht inne haben oder hatten. Mitte No—
vember an städt. Armenamt. duis Scheid⸗Stiftung. Am 11. Dezember
erteilung der Zinsen in Gaben nicht unter 20 Mk. an Witwen und Waisen armer Kaufleute oder an arme Kaufleute selbst, sofern sie unverschuldet in Not ge⸗ ommen sind, ohne Unterschied der Kon⸗ fession. Bis Mitte Nov. an städt. Armenamt.
Bewerbungen bis Ende
20. Dezember jeden Jahres die Zinsen (derzeit 18 M.) einem Armen ohne Unter⸗ schied der Religion zu geben durch die Stadtverordnetenversammlung. i
Metzger Philipp Schmidt⸗Stiftung. 4. Ma jeden Jahres die Zinsen(derzeit 70 M. an arme Waisenkinder zu vergeben durch die Stadtverordnetenversammlung.
Stiftung der Elisabethe Schmidt. Aus den Zinsen Gaben von je 17 Mk. an 4 bedürftige, unbescholtene ledige Dienstmädchen im Alter über 50 Jahre und an 9 arme Witwen aus Gießen. Bis 1. Dezember an städt. Armenamt.
Philipp Wilhelm Heinrich Schott⸗Stiftung (Ostergeld). Genuß der Stiftungszinsen. Bewerbungen 3 Wochen vor Ostern an städt. Armenamt.
Freiherr Karl von Senckenberg⸗Stiftung. 19. Oktober jeden Jahres die Zinsen(der⸗ zeit 68,57 M.) an eine arme Familie zu vergeben, abwechselnd von dem 1. und 2. evang. Geistlichen.
Stiftung der Friedrich Textor Eheleute. 240 Mk., in Gaben von nicht unter 50 Mk., an sogenannte verschämte Arme ohne Unter⸗ schied der Religion am 23.September. Bewer⸗ bungen bis Ende Juli an städt. Armenamt.
Ungenannt. Jahreszinsen samt 20 M. vom Kapital für arme Angehörige der evang. Gemeinde Gießen, die erkrankt sind und besonderer Stärkung und Erquickung be⸗ dürfen, zu vergeben durch die 3 Pfarrer der evang. Gemeinde.
Prof. Dr. Weiffenbach'sche Stiftung. Etwa der Jahreszinsen an bedürftige evang. Gießener mit je 1, 2 oder höchstens 3 M. zu vergeben durch den evang. Kirchen⸗ vorstand und den Bürgermeister.
Stiftung der Peter Wilson Eheleute Kinder. 11. November jeden Jahres die Zinsen (derzeit 800 M.) für Bedürftige irgend⸗ welcher Art, ohne Ansehen der Konfession, Staats⸗ oder Stadtangehörigkeit, oder für Zwecke, die von den Stiftungsverwaltern der Zuwendung der Stiftungszinsen für bedürftig befunden werden zu vergeben durch Vertretung der Stadt.
Kanzler Antonio Wolf v. Todtenwart'sche Stiftung(Junigeld). Verteilung der Zinsen alljährlich am 10. Juni morgens um 5 Uhr in der Stadthirche.
Stiftung der Berta Worms. Jährlich die Zinsen(400,11 M.) an den Tierschutz⸗ verein zu tierfreundlichen Zwecken zu ver⸗ geben durch die Bürgermeisterei.
Stiftung der Maria Zimmermann. 13. Jan. jeden Jahres die Zinsen(derzeit 6,86 M.) an eine Witwe oder Jungfrau zu ver⸗ geben durch den 1. evang. Pfarrer.


