Jahrgang 
1910
Seite
314
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Stiftung der Kinder u. Erben des Kommer⸗ zienrats Georg Karl Gail. Ende jeden Jahres an 3 bedürftige dahier wohnende Familien oder allein stehende Personen. Unterstützungen von je 300 Mk. Anfang Dezember an städt. Armenamt.

Stiftung von Georg Philipp Gails Erben.

3 re

30. August jeden Jahres sind je 17,E4 M.

an einen armen Witwer und eine arme Witwe und 6,86 M. an den braysten armen Lehrling von der Armen-Deputation zu vergeben.

Stiftung von Auguste Gaßner, geb. Frech, Witwe des Notars Dr. Emil Gaßner. Die nachUnterhaltung dreier Grabstätten übrigen Kapitalzinsen sind je zu 300 M. anzu⸗ sammeln, die dann an eine ohne Verschulden zurückgekommene Handwerkerfamilie durch den Bürgermeister gegeben werden sollen.

Christian Gerhard Hast⸗Stiftung. Zehn Gaben zu 19 Mk. 71 Pfg. an 10 bedürftige Familien, bezw. Witwer oder Witwen. An⸗ fang Januar und Mitte Juni an städt. Armenamt.

Stiftung des Freifräulein Minka v. Haxt⸗ hausen. Am 2. Weihnachtsfeiertag die Gaben aus den Jahreszinsen(derzeit 70 M.) gleichmäßig an vier der ärmsten und wür⸗ digsten Familienväter oder Mütter in Gießen durch den Bürgermeister unter Zu⸗

schied der Konfession, und eine lebensläng⸗ liche Pfründe im Betrage von 175 Mk. an einen Gießener ohne Unterschied der Konfession. Meldungen mündlich Anfang Juni an städt. Armenamt.

Geschwister Höpfner⸗Stiftung. Ostergeld. Meldungen drei Wochen vor Ostern an städt. Armenamt.

Hofmann'sche Stiftung. Im Dezember jeden Jahres sind die Zinsen(derzeit 6.86 M.) an eine arme Familie durch den evang. Kirchenvorstand zu vergeben.

Minna Keil⸗Vogt⸗Stiftung. Jährlich 3 Gaben

Konrad Koch-Stiftung.

ziehung des 1. evang. und des kathol.

Ortsgeistlichen.

Heichelheim'sche Stiftung. 525 Mk. halbjährige Zinsen an eine in Gießen wohnhafte würdige und bedürftige christliche Familie oder Person. Meldung bis 1. Februar an städt. Armenamt. Am 19. Juni 525 Mk. halbjährige Zinsen an eine in Gießen wohnhafte würdige und bedürftige israelitische Familie oder Person. Bis 1. April an städt. Armenamt.

Kommerzienrat Heichelheim⸗Stiftung. Am 1. November etwa 1220. zu verteilen. Zur Bewerbung sind zugelassen: 1. Personen, die während des Feldzuges 1870/71 im Militärverhältnis gestanden haben, und 2. Frauen und Kinder solcher Personen, vorausgesetzt, daß sie einer derartigen Unterstützung würdig und bedürftig sind

und vom Tage der Bewerbung rückwärts gerechnet mindestens zwei Jahre ununter⸗ brochen in Gießen gewohnt haben. Be⸗ werbungen vor Ende September an die Bürgermeisterei Gießen, Zimmer 15, münd⸗ lich oder schriftlich unter Vorlage der die Erfüllung der Bedingungen nachweisenden Papiere.

Stiftung der Eheleute Karl und Emilie Hensel zu Gießen. Lebenslängliche Pfründe im Betrage von 175 Mk. an einen wür⸗ digen Gießener über 60 Jahre alt, und an die Witwe eines Gießeners, ohne Unter⸗

Am 27. April

von je 70 Mk. an drei in Gießen wohn⸗ hafte, würdige und bedürftige selbständige Handwerksmeister oder Witwen von selb⸗ ständigen Handwerksmeistern evangelischer Konfession. Mitte Novb. an städt. Armenamt.

Stiftung des Kupferschmieds Karl Ludwig Kirsch. Jährliche Zinsen 97 Mk. 71 Pfg. am 20. September an 10 bedürftige, im Witwenstand lebende Gießener Bürger oder Bürgersfrauen. Mitte Juni an städt. Armenamt.

Die Jahreszinsen (350 M.) sind zur besseren Ernährung be⸗ dürftiger Schulkinder zu verwenden durch die Bürgermeisterei nach Bestimmung des Verwaltungsrates.

Köhler⸗Stiftung Id 8 Köhler Ww.). 2. Febr. jeden Jahres sind die Zinsen(21 M.) an eine in Gießen wohnende, alleinstehende, arme, alte Witwe zu vergeben durch die Armendeputation.

Julius und Minna Kohlermanns⸗Stiftung. Jährliche Zinsen, etwa 175 Mk., am J. April zu gleichen Teilen an einen un⸗ bescholtenen hilfsbedürftigen geborenen Gießener Bürger(Witwer) und die Witwe eines solchen(geborene Gießenerin bevor⸗ zugt). Bewerbungen unter Vorlage der erforderlichen Ausweise bis Anfang März an städt. Armenamt.

Stiftung der Frau Hofgerichtsrat v. Krug und ihres Sohnes des Hofgerichtsrats Dr. Karl v. Krug. Zinsen an 12 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mk. Bewerb⸗ ungen bis 1. Februar an städt. Armenamt.

Stiftung des Gemeinderatsmitglieds Louis Labroisse. Im Januar Brennmaterial an arme Familien ohne Unterschied der Kon⸗ fession. Mitte Rovember an städt. Armenamt.

Lenz'sches Vermächtnis. Ende des Jahres sind die Zinsen an eine arme evang. Familie durch den evang. Kirchenvorstand zu vergeben.

Rabbiner Dr. Levi⸗Stiftung. Am 1. Oktober die Jahreszinsen mit 156 Mk. zu einem Drittel an 2 Arme der israelitischen Reli⸗ gionsgemeinde Gießen, zu einem Dritte an 2 Israeliten der Provinz Oberhessen, zu einem Drittel an 2 christliche Arme der Stadt Gießen. Bewerbungen an den Vor⸗