Jahrgang 
1913
Einzelbild herunterladen

abſchrift. Die Hoſpitantinnen der IIb zahlten zweimal 77,50 Mk. Eingelegt iſt zur Zeit noch das Geſchenk des Herrn Landgerichtsdirektor Küchler im Betrage von 50 Mk. Dies ſind zuſammen 375,73 Mk. Ausgegeben wurden für Kuliſſen und Malerarbeiten Weihnachten 1911 noch 57,25 Mk., für den Motor im Keller 113,90 Mk, für Blumen und einen Kranz 8,50 Mk, zuſammen 179,65 Mk. Somit ſchließt die Kaſſe ab mit dem gleichen Kapital wie im vorigen Jahre und einem Barvorrat von 196,08 Mk.

Im Jahre 1904 hatte Herr Landgerichtsdirektor Küchler zu Darmſtadt, ein früherer Schüler der Anſtalt und Sohn des langjährigen Leiters der Privatrealſchule, einen Betrag geſpendet, aus dem eine Signaluhr mit Einrichtung zur ſelbſttätigen Abgabe elektriſcher Glockenzeichen für Beginn und Schluß der Unterrichtsſtunden angeſchafft werden konnte. Leider ſtellten ſich ſchon in den erſten Jahren große Mißſtände in der Konſtruktion der Kontakte heraus, ſodaß es nötig wurde, Erſatz zu ſchaffen. Herr Küchler hat nicht nur ſeine Zuſtimmung hierzu gegeben, ſondern auch hochherziger Weiſe noch den Betrag von 50 Mk. für die Neuanſchaffung geſtiftet. Die neue Uhr wurde ſo eingerichtet, daß auch die nahegelegene Wilhelmſchule mit Pauſenſignalen verſorgt werden konnte.

Großes Verdienſt um unſere Schule erwarb ſich auch unſer früherer Schüler Herr Elektrizitäts⸗ werkbeſitzer. Ernſt Raiß in Tiengen. Durch ſeine Beihülfe wurde es möglich, den oben erwähnten Motor zum Betriebe des Kohlenaufzuges an den Heizkeſſeln und eine Signalglocke für die Wilhelm⸗ ſchule billig zu beſchaffen.

Den beiden Herren ſei hier beſonderer Dank ausgeſprochen.

An weiteren Gaben erhielten wir von Gr. Miniſterium des Innern Abteilung für Schul⸗ angelegenheiten 2 Exemplare der Verhandlungen der Direktorenkonferenzen 1911 und die Jahr⸗ bücher für Volks⸗ und Jugendſpiele 1911 und 1912. Von Herrn Oberſtleutnant Wernecke 4 Bücher für Lehrer- und Schülerbibliothek, von Frau Sanitätsrat Lahr 1 BandDaheim, von Herrn Sang das Bild ſeiner Klaſſe, von den Abiturienten der IIb 1912 ihr Bild, von P. Mühlfeld IIb ein Holzmodellchen eines Theodolits, von O. Wettlauffer IIb ein Fadentelephon, von E. Luckey IIla 2 Photographien aus Oberſtein. Eine große Zahl von Verlagsbuchhandlungen ſandte Probe⸗ exemplare ihrer Neuauflagen von Schulbüchern.

Naturalien gaben Herr Lehrer Schaffnit, Herr Kaufmann W. Weber, ſowie A. Veith, P. Wenner IIIb; W. Sill, E. Miesner IV; P. und H. Wengler, A. und H. Diehl V; H. Wengler VI.

Wir danken den freundlichen Gebern beſtens.

VIII. Witteilungen an die Eltern.

1) Aufnahme. Es liegt im Intereſſe der Eltern, ihre Kinder möglichſt frühzeitig aufnehmen zu laſſen, ſpäteſtens in VI, denn in V beginnt bereits der Unterricht im Franzöſiſchen. Da nun Kindern jeder Wechſel im Unterrichte an ſich ſchon Schwierigkeiten bereitet, wird ihnen beim Ein⸗ tritt in V der Uebergang noch erſchwert durch die Gewöhnung an die fremde Sprache.

2) Anmeldetermin war der 26. Februar; doch werden auch noch fernerhin Anmeldungen entgegengenommen. Vorzulegen ſind dabei Geburtsſchein, Impfſchein und Zeugnis der zuletzt beſuchten Schule. Das neue Schuljahr beginnt Montag, 31. März und zwar für V Ve um 9 ½ Uhr, ſür VIIIb um 7 ½ Uhr.

3) Frauenſchule. Nach Min.⸗Verf. vom 21. 10. 12 können Mädchen, die die IIb mit Erfolg durchlaufen haben, ohne Aufnahmeprüfung in die unterſte Klaſſe der Frauenſchule eintreten.

Lehrfächer der Frauenſchule zu Mainz ſind: Deutſch, Engliſch, Franzöſiſch, Kochen, Haushal⸗ tungskunde, Hausarbeit, Rechnen, Buchführung, Vermögensverwaltung, Erziehungslehre, Kindergarten⸗ lehre(theoretiſch und praktiſch), Wohlfahrtspflege. Hierzu eine Reihe nichtverbindlicher Fächer, zu denen auch eine der Fremdſprachen gehört. 3

Auch mit der Eleonorenſchule zu Darmſtadt iſt eine Frauenſchule verbunden.

4) Schüler, die die Abſchlußprüfung beſtanden haben, können nicht darauf rechnen, die Auf⸗ nahmeprüfung in die unterſte Klaſſe des Lehrerſeminars zu beſtehen, ohne noch beſonders darauf vorbereitet worden zu ſein. Grund: große Verſchiedenheit der Lehrpläne.