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Verausgabt wurden: Beihilfen für bedürftige Schüler zu den Schulausflügen. 92,00„ Buchprämien für die Schulfeier am 5. März 1913.... 4— 19,00„ Sonstige Ausgaben..... 4 3. 4. 3. 5,70„
Zusammen 116,70 ℳ Somit hat sich das Vermögen der Kasse im Schuljahre 1913/14 um 245,36 ℳ vermehrt. Der Stand der Unterstützungskasse ar 5. März 1914 war folgender: An Staatspapieren, Stadtanleihen und Provinzialanleihen, sämtlich zu 4%, waren vorhanden
dem Nennwerte nach 3 3. 1.. 3 3 3— 3700,— ℳ Guthaben bei der Sparkasse der Stadt Cottbus. 3. 3. 3 525,38„ Barbestand. 3 3 3. 4.. 3..—. 9,84„
Zusammen 4235,22 ℳ
Die Patronatsbehörden bewilligten an siebzehn Schüler ganze, an fünf halbe, an einen viertel Schulgeldfreiheit und erliessen zwei Schülern das Fremdenschulgeld zur Hälfte. Der Schüler-Unterstützungsverein gewährte einem Schüler der Klasse OIIlA das ganze Schulgeld für das laufende Jahr.
Der Magistrat überwies 18 Badefreikarten für die besten Schwimmer, der Volksbildungs- verein 12 Freikarten zu einem Vortrags-Zyklus. Die Schüler-Unterstützungskasse selbst gab einigen Schülern die Mittel, um ihnen die Teilnahme an Ausflügen zu ermöglichen.
Allen Gönnern sagen wir verbindlichsten Dank.
V. Zur Geschichte der Anstalt.
Das neue Schuljahr begann am 19. März 1913 um 8 Uhr mit einer gemeinsamen An- dacht im Versammlungssaal der Anstalt. Die Oberlehrer Ferdinand Gürtler und Johann Andrien wurden von dem Direktor feierlich in ihr neues Amt eingeführt. Zur Ableistung seines Probejahres wurde der mit der Verwaltung einer wissenschaftlichen ilfslehrerstelle betraute Kandidat des höheren Lehramts Friedrich Krähmer von der Anstalt übernommen. Nach er- folgreicher Jahresarbeit hat er die Anstalt wieder verlassen, um zunächst seiner aktiven Militär- dienstpflicht zu entsprechen. Für seine freudige und fördernde Arbeit ist ihm die Anstalt zu lebhaftem Dank verbunden. Möge ihm die neue Tätigkeit gleiche Erfolge bringen!
Der bisherige Kandidat Johannes Krönitz ging nach der Bestätigung seiner Wahl als Oberlehrer nach Breslau über. Der Oberlehrer Krönitz hat sich schweren Herzens von seiner Vaterstadt getrennt. Ihm sei auch an dieser Stelle für seine Anhänglichkeit von der Anstalt wärmster Dank ausgesprochen.
Am 4. Juni wurde die Anstalt von dem Königlichen Dezernenten Geh. Regierungs- und Provinzialschulrat Prof Tiebe einer Revision unterzogen, zu der auch Oberbürgermeister Werner eingeladen worden war. Neben der näheren Prüfung des Unterrichtswesens einer grösseren Zahl von Klassen brachte dieser Besuch auch Gelegenheit, über die räumliche Gestaltung der Anstalt wertvolle Erörterungen und Anregungen zu pflegen, sodass die Schule hierfür zu besonderem Dank verpflichtet ist. In dem mit reichem Pflanzenschmuck versehenen Versammlungssaal fand am 16. Juni die Feier des Regierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers und Königs statt. Weihevolle Lieder wurden von den Schülern gesungen. Die Fest- rede hielt Professor Hielscher über„Die 25 jährige Regierung des Kaisers“. Am Schluss erfolgte die Prämienverteilung an würdige Schüler der Anstalt.
Einige Lehrer unternahnmen von Zeit zu Zeit in dankenswerter Weise Klassen- und Turnausflüge, wodurch in nicht zu unterschätzendem Masse der Geist freudigen Schaffens auch in der Schule gefördert wurde. Den Gipfelpunkt derartiger körperlicher Betätigungen bildeten die am 23. Mai 1913 unternommenen, sogenannten Turnfahrten der einzelnen Klassen, die die nähere und weitere Umgebung der Stadt zu Zielpunkten hatten. Die oberste Ab- teilung erhielt zum Zwecke einer mit geringen Mitteln unternommenen Riesengebirgswanderung unter Führung des Direktors, begleitet von Prof. Koch und Oberlehrer Gürtler, einen Urlaub von 2 Tagen.


