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5. Zeugnisse werden den Schülern zu Michaelis, Weihnachten und Ostern erteilt. Bei ihrer Durchsicht ist nicht so sehr der„Sitzplatz“ zu beachten, als vielmehr die Zensuren in den einzelnen Unterrichtsgegenständen und zu berücksichtigen, dass bei der Versetzung über mangelhafte Leistungen in dem einen oder anderen Fache nur hinweggesehen werden kann, wenn die Persönlichkeit und das Streben des Schülers seine Gesamtreife gewährleisten. Eine Nachversetzung am Anfange des neuen Schuljahres ist unzulässig.
6. Der Direktor ist gern bereit, den Eltern oder Pflegeeltern Auskunft über das Ver- halten und die Fortschritte der Schüler zu erteilen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Es wird sich indessen zumeist empfehlen, dass sich die Angehörigen der Schüler zunächst an den Klassenleiter wenden, der besser als der Leiter der ganzen Schule imstande sein wird, über jeden einzelnen Schüler seiner Klasse genaue und zuverlässige Auskunft zu geben. Die Sprechstunden der einzelnen Herren werden zu Beginn jedes Schulhalbjahres in der Klasse miigeteilt.
7. Der Ausbau der Anstalt zur Oberrealschule beginnt Ostern 1913 mit der Er- öffnung der O Il. Der für die Vollanstalt nötige Umbau des Schulgebäudes findet im Ver-— laufe des Schuljahres 1912 statt.
Cottbus, den 16. März 1912.
Professor Bartke.


