Jahrgang 
1906
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Von Schülern: Hübler(II A), Die schönsten Märchen aus 1001 Nacht. Bei Grossmütterlein. Der Karawanen- jäger. Märchenbund. Aus dem Zauberlande. Der jugend Wunderborn. Czulius(I A), 4 eckige und 3 runde grosse Gläser(phys. Sammlung). Pabel(I B), verschiedene Mineralien. Hermenau(I B), Schädel von Felis domestica L. Morgenstern(II A), Glas mit Stassfurter Salzen. Schulz(II B), ein Glas mit Kupferspähnen. Högelheimer(II A), ein Glühlampen- Widerstand, von ihm selbst montiert, und ein Dutzend Sicherungen für 6 ain

V. Stiftungen für Schüler.

Bestand der Schülerunterstützungskasse am 20. März 1906 1.. 1473,52 Abiturientenspende Ostern 1906 1.. 3 4 3.. 180,30 Abiturientenspende Michaelis 1900. 4 3. 4 3. 3.. 40,00 Klasse VB... 4. 4 3... 3 4 3,00 Volkslieder- Abend, Reinertras.. 4 3 3 3 4 218,22 Zinsen 1906.. 2 4 3 3. 4..... 52,27 Sonstige Einnahmen..... 3 3 3 3 4.. 4 17,80

Zusammen 1985, 11 Ausgabe.. 4 4.. 4 3 3. 4. 3 49,50 Bestand am 10. März 1907. 3 3 3 4 g.. 4. 1935,61

Die Patronatsbehörden bewilligten fünf Schülern ganze, einem halbe Schulgeldfreiheit.

Der Maxgistrat überwies 12 Badefreikarten für gute Schwimmer, der Volksbildungs- Verein 12 Karten zu den Vorträgen des Universitäts-Professors Dr. Schmitt über Deutsche Geschichte 18131840.

Der hiesigeSchüler-Unterstützungs-Verein gewährte zwei Schülern der oberen Klassen das Schulgeld für das ganze Jahr.

Das Königliche Friedrich Wilhelms-Gymnasium gestattete unseren Chorsängern freien Zutritt zur Hauptprobe seiner musikalischen Aufführung: der Kunstgewerbe-Verein und der Deutsche Kolonial-Verein, Abteilung Cottbus, gewährte den oberen Klassen freien Zutritt zu einzelnen Vorträgen.

Allen Gönnern freundlichen Dank!

VI. Zur Geschichte der Anstalt.

Zu Beginn des Schuljahres wird die Grundklasse, für die 50 Schulanfänger angemeldet sind, geteilt, und die Verwaltung der neuen Vorschulklasse wird Herrn Lehrer Linke von der Gemeindeschule III übertragen.

Am 26. April wohnt Herr Königl. Geheimer Regierungs- und Provinzial-Schulrat Dr. Genz dem Unterricht beider Abteilungen, V. 3 A und V. 3 B, sowie dem einer Klasse der Hauptanstalt bei.

Vor den Sommerferien wird err Lehrer a. d. R. Wehlan zu sechswöchigem Kur- gebrauch beurlaubt, er kehrt, zu unserer Freude gekräftigt, pünktlich zurück.

Wenige Tage nach den Ferien sieht Herr Professor Nienkirchen, uns allen unerwartet, sich genötigt, Urlaub bis zum Herbst nachzusuchen. Es ist ihm nicht mehr vergönnt, wieder in sein Amt einzutreten, schon am 25. September wird er von unheilbarer Krankheit dahin- gerafft. Am folgenden Freitage um 4 Uhr versammeln sich die Klassen l bis IV in der Aula um den mit Blumen geschmückten Sarg, um die zahlreichen Leidtragenden. Nach dem Eingangsliede des Schülerchors hält der Berichterstatter die Gedächtnis-Ansprache. Nicht dem Schmerze über den Verlust gibt er Ausdruck, den die Schule erlitten hat, sondern er hebt hervor, was der Verklärte ihr war, und was die Erinnerung an Professor Nienkirchen ihr sein wird, er feiert den fröhlichen Lehrer, den liebevollen Erzieher, den treuen biederen Amtsgenossen und verleiht der Hoffnung Worte, dass die von dem Heimgerufenen in die Herzen der Jugend gepflanzten Ideale für alle Zeit ihre lebensvolle Kraft bewahren werden. Ein zweiter Chor- gesang leitet hinüber zu der Trauerrede des Herrn Schlosspfarrer Frielingnaus.Wenn ich