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4. Die Prüfung der zur Aufnahme angemeldeten Schüler wird am Dienstag, den 8. April, vormittags 10 Uhr im Schulgebäude Zimmer No. 8 stattfinden. Die zu prüfenden Schüler haben Feder und Papier mitzubringen.
5. Das geeignetste Alter zum Eintritt in die Hauptanstalt ist das 10. Lebensjahr. Die Auf- nahme in die VI. erfolgt im Allgemeinen nicht vor dem vollendeten 9. Lebensjahre und findet in der Regel nicht mehr statt, wenn die Schüler 12 Jahre und älter sind. Diesen ist anzu- raten, sich durch Privatunterricht besonders im Französischen diejenigen Kenntnisse anzueignen, die zum Eintritt in die dem Alter entsprechende hõhere Klasse erforderlich sind.
Zum Eintritt in die Sexta wird verlangt die Fähigkeit, ein Diktat in deutscher und lateinischer Schrift deutlich, reinlich, mässig schnell und ohne Fehler niederzuschreiben; UÜbung im fliessenden, sinngemässen Lesen; die Unterscheidung von Substantiv, Adjektiv und Verb; die Kenntnis von Subjekt, Prädikat, Objekt, Deklination, Konjugation und Komparation; Sicher- heit in den vier Grundrechnungsarten mit benannten und unbenannten ganzen Zahlen im Zahlenraume von 1— 10 000 und Gewandtheit im Kopfrechnen im Kreise 1— 1000.
Die beste, zweckmässigste Vorbereitung für die Hauptanstalt wie für jede andere höhere Schule gewährt unsere Vorschule in 3 Klassen vom vollendeten 6. Jahre an. Von der hiesigen Mittelschule können Knaben in die Vorschule überhaupt nicht eintreten, weil die Ziele der Klassen 8 und 7 der Mittelschule weit hinter den Pensen der Vorschulklassen 3 und 2 zurück- bleiben.
Hieraus schon geht hervor, dass, wenn auch in der 6. Klasse der Mittelschule im Ganzen das Ziel unserer 1. Vorschulklasse erstrebt wird, die Leistungen der Schüler am Ende des dritten Schuljahres nicht völlig gleich sein können. Deshalb kann nur ganz besonders gut befähigten Schülern, die mit unter den ersten in die 5. Klasse der Mittelschule versetzt sind, zum Eintritt in die Sexta der Kealschule geraten werden. Leichter wird im Allgemeinen der UÜbergang der in die 1. Mittelschulklasse versetzten Knaben werden, die in unserer Tertia ohne besondere Schwierigkeiten mit fortschreiten können, wenn Begabung und Fleiss zu- sammentreffen.
6. Das Schulgeld beträgt in der Vorschule 60 ℳ, in den Klassen VI— IV 84 ℳ, in den Klassen III— I 96 ℳ nebst 24 ℳ Zuschlag für auswärtige Schüler.
Eine interessante Statistik der höheren Lehranstalten veröffentlicht Geh. Rat Köpke in der von ihm im Verein mit Geh. Rat Matthias herausgegebenen neuen„Monatsschrift für höhere Schulen.“ Von der Volkszählung des Jahres 1880 bis zu der des Jahres 1900 ist die Bevölkerung Preussens um mehr als 7 Millionen gestiegen(von 27 279 111 auf 34 472 509). Dementsprechend ist auch die Zahl der Schüler höherer Lehranstalten stetig gewachsen; sie betrug im Winterhalbjahre 1882/83 127 529, im Winterhalbjahre 1900/01 162 057, wuchs also in der Zwischenzeit um mehr als 34 000. Dabei hat sich im Laufe der letzten zwanzig Jahre die Verteilung der Schüler auf die verschiedenen Schularten wesentlich verschoben. Es be- suchten nämlich
im Winterhalbjahre
preussische 1882/83 1892/93 1900/01 Gymnasien 76 358 74 951 87 474 Progymnasien 3 946 4 155 6 847 Realgymnasien 25 891 24 781 21 078 Real-Progymnasien 8 705 8 169 1 884 Ober-Realschulen 3 935 5 516 14 799 Realschulen 8 694 19 231 29 975
insgesamt 127 529 136 803 162 057 Schüler.


