Jahrgang 
1841
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zur Laichzeit die Küſten und das ſeichte Ufer ſuchen, oder in die Flüſſe und Bäche ſteigen. Bei den Fröſchen iſt es meiſt eben ſo, doch nehmen einige die Eier mit auf das Land und tra⸗ gen ſie mit ſich umher. Der Trieb zur Ernährung und Beſchützung der Jungen findet ſich meiſt bei der Mutter ſtärker als bei dem Vater. Bei allen Polygamiſten in der Thierwelt bekümmert ſich der Vater gar nicht um ſeine Kinder*). Bei den Vögeln füttert gewöhnlich nur die Mutter, doch ſchützt der Vater mit; bei den Raubvögeln, Tauben ꝛc. füttert auch dieſer. Bei einigen Species der Inſekten, die in Geſellſchaften vereint leben, findet ſich die bemerkens⸗ werthe Erſcheinung, daß nicht die Eltern die Sorge für die Jungen übernehmen, ſondern die ſogenannten Arbeiter, die Geſchlechtloſen. Hierher gehören auch mehrere ſogenannte Kunſt⸗ triebe: Neſterbau bei den Vögeln, Zellenbau bei den Bienen ꝛc. ꝛc. Zur Zeit, wo die höhe⸗ ren Thiere Junge haben, ſind ſie immer muthiger als ſonſt, ſelbſt Rothſchwänzchen kämpfen gegen Katzen. 3 2

Iſt endlich das junge Thier ſo weit gefüttert, erhalten und gewachſen, daß ſeine Organe reif ſind zu ſelbſtſtändigerem Leben: dann tritt es unter den Schutz des erſten Triebes und wandelt ſo, geleitet von einer höheren Macht, welche ſorgt, wo ihm die Vorſicht zum Sorgen fehlt, und die mit dem Wohlſeyn des Individuum die hohen Zwecke der Natur liebevoll verei⸗ nigt, freiwillig und doch willenlos die Pfade ſeines freudigen Lebens. s m i.

§. 4.

Wanderungstrieb.

Es iſt ſchon oben bei der Begattung und Sorge für die Jungen von Wanderungen die Rede geweſen, welche einige Thiere bei dieſen inſtinktartigen Handlungen vornehmen(Fiſche). Dahin gehören auch die Wanderungen des Gecarcinus ruricola, einer Art Krabben in Ja⸗ maica. Dieſe ziehen nämlich alljährlich von den Bergen, auf denen ſie wohnen, mit den Eiern, die ſie unter dem Schwanze und Bauche tragen, ins Meer, laſſen dort die Jungen ausſchlie⸗ fen und ziehen mit ihnen nach ihren früheren Wohnorten zurück. Die Rieſenſchildkröte(Che- lonia mydas) ſchwimmt oft über 100 Meilen weit, um einen tauglichen Platz zum Eierlegen zu finden. Von den Strichheuſchrecken(Acridium migratorium) iſt es bekannt, daß ſie in ungeheuren Zügen von einem Lande ins andere ziehen und alles Grüne wegfreſſen. Es iſt jedoch ſehr die Frage, ob die Wanderungen der letzten zu den inſtinktartigen Handlungen überhaupt gehören. Unter den Säugethieren zieht eine Species der Wühlmäuſe, Mus Lemmus, der gemeine Lemming, zu gewiſſen Zeiten(nach Linné alle 10 20 Jahre) in unermeßlichen Zügen aus den Bergen auf die Ebene, wobei die Thiere immer gerade aus ge⸗ hen und ſich durch kein Hinderniß auf dem Wege ſtören laſſen. Von dem Erfolge dieſer Wanderung iſt weiter nichts bekannt.

Am auffallendſten und bekannteſten ſind die Wanderungen der Zugvögel. Dieſe ver⸗ laſſen nämlich zu gewiſſen Zeiten, manche(die Ufer⸗ und Thurmſchwalben) ſchon in der Mitte

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1. gfAe 4.. 1.279 Af.. 291 44. Ar, d, 11f., Nne eTeſl,(ghe, Fosngt., *) Eine merkwuͤrdige Ausnahme hiervon macht der Str der die in ein Neſt gelegten Eier ſeiner Weibchen des Nachts gegen felndliche Angriffe huͤtet. i der d, da zint in. ſt gelegken