Jahrgang 
1828
Einzelbild herunterladen

33

ehemaliger Zögling unſrer jungen Anſtalt*) bereits ſoweit herangediehen war, ſeiner erſten wiſſenſchaftlichen Führerin und Bildnerin thätigen Dank abſtatten zu können.

Wie ſchon in den letzten Schulnachrichten bemerkt worden, fiel mit dieſem Schuljahre die ſ. g. Elementarclaſſe weg, und die bisher Prima, Oberſecunda, Unterſecunda, Tertia und Quarta genannten fünf Claſſen erhielten, nach höherer Verfügung, die ihrer na⸗ türlichen Reihenfolge gebührenden Benennungen Prima, Secunda, Tertia, Quarka, Quinta. Dech iſt dieß lediglich eine Veränderung der Namen, nicht der bisherigen Ein⸗ richtung und des Standpunctes der Claſſen. 4 1 5

Am Vormittage des Geburtstags Sr. Majeſtät unſers Königs verſam⸗ melten ſich Lehrer und Schüler im Schulſaale, wo nach einem Chorgeſange der Direcker dieſem vaterländiſche Feſt gemäßte Worte ſprach. Darauf begaben ſich die Verſammelten in die Domkirche zu dem feierlichen Gottesdienſte.*

Dem Oberlehrer Wiedaſch wurde von einem Königl. hohen Miniſterium das Praͤ⸗ dicat Profeſſor beigelegt. Indem wir dieſe ihm zu Theil gewordene Anerkennung bffent⸗ lich anführen, ſprechen wir zugleich den Wunſch aus, daß dieſer durch Wort und That hu⸗ man wirkende Lehrer, welcher im Laufe dieſes Jahres einen ehrenvollen Ruf an das Gym⸗ naſium ſeiner Vaterſtadt Altenburg ablehnte, wie ſeit nunmehr eilf Jahren, ſo noch lange

das Gedeihen unſrer Anſtalt möge fördern helfen.

C. Statiſtiſche Ueberſicht. .* 1. 1 Am Ende des vorigen Schuljahrer beſtanden folgende zwer Schüler die Abitu⸗ rientenprüfung unter dem Vorſitz des Herrn Conſiſtorjalrorh Nebe: a) Hermann Höchſter von hier. Er erhielt das Zeugniß No. 1I(mit einiger Auszeich⸗ nung) und gedachte Philologie in München zu ſtudiren. War 1 ½ Jahr in Prima. 2) Friedrich Münſter aus Altenberg. Ging mit dem Zeugniß No. II nach Marburg, um Jurisprudenz zu ſtudiren. 2 J. in Prima.

6

Er verlies ſie ii Herbſt 1825 mit dem Zeusniß No. II(mit Auszeichnung), und(udirte waͤbrend der drei darauf folsenden Jahre in Bonn Pbilologie. Im Herbſt 1226 hefand er vor Ner bortigen Kön, wiſſenſchaftlichen Prüfuogtcommiſſion das Examen pro zuunere ſcholastivo.