Jahrgang 
1828
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4 ſelbe durchaus erſt nach der Vertreibung der Skythen aus Aſien annehmen,

ſo laͤßt ſich ohne Zwang kein paſſendes Jahr mehr dafuͤr auffinden; denn die Skythen verweilten in Ober⸗Aſien 28 Jahre, von 62⁄ bis 596 v. Ch. G. (ſie uͤberraſchten den Kyaxares in den Eroberungen, die er gleich nach dem Tode ſeines Vaters Phraortes 625 J. v. Ch. G. begann); darauf wurde Ky⸗ axares, wie aus Diodoros*0) hervorgeht, und leicht begreiflich iſt, in einen

Krieg gegen die Saker verwickelt, denen ſich als einem verwandten Stamme

der Skythen ³¹⁷), wahrſcheinlich ſchon waͤhrend der Herrſchaft derſelben, die Parther unterworfen, die, vor der Ankunft der Skythen, zur mediſchen Herr⸗

ſchaft ehrlen, der Krieg dauerte mehrere Jahre, alſo etwa von 506 593

v. Ch. G.; alsdann folgte eine kurze Waffenruhe und ſo begann ſchon wieder wegen der Skythen der Krieg gegen Alyattes von Lydien 2), der von 591

586 v. Ch. G. den Kyaxares beſchaͤftigte, und in deſſen letztem oder ſolgenden Jahre 585 v. Ch. G. ſtarb er. Daß der Krieg gegen Lydien von 501

586 v. Ch. G. dauerte, laͤßt ſich aus der, von Thales vorher verkuͤndigten, in das letzte Jahr deſſelben fallenden, Sonnenfinſterniß ziemlich deutlich er⸗ weiſen, und daß der ſäries gegen die Saker gleich nach der Vertreibung der Skuthen begann, liegt in der Natur der Sache; denn die Parther wollten nicht wieder unter das fruͤhere Joch der Meder zuruͤck kehren, und daß er, von 596 593 v. Ch. G., alſo kaum 3 Jahre, dauerte, iſt gewiß nicht zu viel

4 angenommen, da Diodoros von mehreren Jahren redet. Auf dieſe Weiſe

bliebe alſo für die 3 jährige Belagerung und Eroberung Ninive's kein anderer Zeitraum uͤbrig, als der zwiſchen dem ſakiſchen und lydiſchen Kriege, von 593 501 v. Ch. G.; wie unpaſſend aber eine ſolche Annahme waͤre, braucht wohl um ſo weniger noch veranſchaulicht zu werden, da ſie, meines Wiſſens, gar keine Beweiſe fuͤr ſich, Vieles aber, wie aus Obigem hervor⸗ geht, offenbar gegen ſich hat. So ließe ſich nun die Chronologie der aſſy⸗ riſchen, mediſchen und babyloniſchen Geſchichte an die vorausgegangenen Er⸗

oͤrterungen auf folgende Weiſe anknuͤpfen und feſtſtellen:

Tigri, ad Solis occäsum spectans, quondam clarisſima, woraus man mit

gleichem Rechte ſchließen kann, daß es nicht mehr vorhanden geweſen ſey; und

Strabon bemerkt lib. XVI. p. 737.(1070) mit deutlichen Worten: Aey vy NoHM.εσmeπσνε Iqæris&n Taba X Aerd Thy Ti rOo‿r vardνυνν etc.

20) Diod. II. 34. 31) Herod. VII. 64. 2) Herod. 1. 74 u. 103. * 2