Jahrgang 
1829
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8. Vom 8. Junius. Mittheilung eines Königl. Ministerialrescripts, nach welchem die Ab über ihre Religionskenntnisse künftighin schriftlich geprüft und nach dem Ergehnis fung in drei Classen getheilt werden sollen. Wer nur die dritte Classe erhalten hat, kann, wie gut er auch; der wissenschaftlichen Prüfung bestanden haben mag, niemals No. I., sondern höchstens No. II. des Ahgangszenn nisses bekommen. Durch eine spätere Verfügung des Königl. Schulcollegium vom 8. August wird der H- Superintendent Weinrich zu Rechtenbach als geistlicher Commissarius zu den Religionsprüfungen der evan 8 schen Schüler ernannt. geli

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9. Vom 3. Julius. Im Auftrage des Königl. Ministerium sollen die Gymnasiasten vor dem unerlaubte Ankaufe nachgedruckter Bücher gewarnt werden. unte

Noch bleibt hier übrig, der ausserordentlichen Remuneration Erwähnung zu thun, welche das Küuigl Ministerium dem Oberlehrer Lambert unterm 6. Mai d. J. als einen Beweis der Zufriedenheit mit seinen. strebungen zuerkannte.

B. Zur Chronik des Gymnasium.

Die Eröffnung des Schuljahres fand am 13. October v. J. in der gewohnten Weise Statt. Zwei Tage darauf ergriff unsere Anstalt freudig die Gelegenheit, welche der Antritt des sechzigsten Dienstjahres S Excellenz des Herrn Staatsministers und Oberpräsidenten Freiherrn von Ingersleben darbot, um für das fernere Leben und Wohl dieses um ihren Fortgang stets lebhaft interessirten Mannes ihre innigen Wünsche am- zusprechen. Diese im Schulsaale gehaltene Feierlichkeit erhöhete der Herr Regierungs- und Schulrath Lange durch seine Gegenwart.

Der Geburtstag Sr. Majestät unsers Königs vereinigte wiederum die Lehrenden und Lernenden und einen Theil der gebildeten Bewohner hiesiger Stadt im Schulsaale, wo nach einem Chorgesange zuerst der Primaner Ferdinand Stiehl aus Freusburg über den Satz sprach, dass Wissenschaften und Künste nur hli. hen, wenn sie geachtet und geehrt werden, darauf der Professor Wiedasch die vorstehende lateinische Fest. rede hielt.

Veränderungen im Lehrerpersonale haben nicht Statt gehabt; selbst der Candidat Friedrich Spiess der sein Probejahr bereits abgehalten hatte, gab auf höhere Veranlassung noch einige wöchentliche Stunden, Eben so wenig ist der Unterricht durch längerdauernde Krankheiten einzelner Lehrer unterbrochen worden.

C. Statistische Uebersicht.

J.

Die Zahl der Schüler beträgt am Schlusse dieses Schuljahres 100, von denen 17 in Prima, I1 i Secunda, 29 in Tertia, 11 in Quarta, 26 in Quinta sitzen.

Im Herbst 1828 gingen folgende Schüler von der Anstalt ab:

a) auf die Universität:

1) Albert Stephan aus Braunfels, 3 ½ Jahre im Gymnasium, 1 in Prima, erhielt in der Abiturientenprü- fung No. II. und studirt(wegen Kränklichkeit noch ½ Jahr zu Hause gehalten) seit Ostern d. J. Jurispru- denz in Marburg.

2) Heinrich Rudolph, aus Wetzlar, 8 Jahre im Gymnasium, 2 in Prima, erhielt im Abiturientenexamep ds Zeugniss No. II. und widmet sich in Giessen der Philologie. 3) Wilhelm Schulz, aus Wiesbaden, 1 ½ J. in Prima, studirt Jura in Giessen. 4) Friedrich Hiepe, al

Wetzlar, 1 ½ J. in Prima, studirt Jura in Bonn. 5) Eduard Wagner, aus Dillheim, 2 J. in Prima, stir- dirt Theologie in Giessen. 6) Karl Winter, aus Haiger im H. Nassau, ½ J. in Secunda, gab vor, Sich dem Forstwesen widmen zu wollen, studirt aber Jura in Giessen. b) zu verschiedenen Berufsarten:

aus Secunda: 7) Ernst v. Wolf, aus Wetalar; 8) Heinrich v. Buttlar, aus Fritzlar. Aus Tertia: 9) Geotg

Greiner, aus Wetzlar; 10) Wilhelm Schumann, aus Wetalar; 11) Eugen v. Cramer, aus Friedberg;

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