dienſte unter gewiſſen Bedingungen zurü ckgeſtellt werden.— Aus einem ſpaͤtern Reſcript vom 26. Mai geht hervor, daß Schüler, welche Theologie ſtudiren wollen, zur Meldung bei der betr. Königl. Regierung nur eines von der Gymnaſialdirection ausgeſtellten und von dem Kön. Previnzial⸗Schulcollegium genehmigten Zeugniſſes bedürfen.
10. Vom 7. Jun. Die evangeliſchen Gymnaſiaſten ſollen an der kirchlichen Saͤeularfeier der Übergabe der Augshurgiſchen Confeſſion Theil nehmen.
11. Vom 12. Jun. Verfügung in Betreff der Zahlung des Schulgeldes und der Zahl der Freiſchüler. Jeder nicht befreite Schüler hat das Schulgeld in den erſten vier Wochen des eingetretenen Quartals zu berichtigen oder die Anſtalt zu ver⸗ laſſen; in welchem letztern Falle gleichzeitig der Ortsbehörde Anzeige gemacht werden muß. damit dieſe den ausgewieſenen Schüler zum Beſuch einer Unterſchule anhalten laſſe.
Durch ein Reſcript ihrer hohen Behörde vom 3. Mai 1330 wurde die Direction in Kenntniß geſetzt, es habe das Königl. Miniſterium der geiſtlichen und Unterrichtsangelegen⸗ heiten, auf den Grund einer Allerhöchſten Cabinetsordre, den Gehalt des Dieted⸗ dess Keichen des erſten, Bweſ und dritten Oberlehrers erhöhet.
B. Zur Chronik des Gymnaſium. Das neue Schuljahr wurde am 15. October regelmaͤßig eröffnet. Der Säcularfeier der Uebergabe der Augsbur 9 i ſche en Ce n ife ſſion wohnten Lehrer und Schüler in der Kirche bei⸗ 3 Am Geburtstage Sr. Majeſtät Anfere Köaagon wurde im Schulſaale ein öffentlicher Redeactus gehalten, wo nach einem Chorgeſange zuerſt der Primaner Karl Rehorn aus Werdorf von Friedrich Wilhelm, dem großen Churfürſten, ſprach, dann der Oberlehrer Steger die lateiniſche Feſtrede hielt.. Nicht ſo glücklich war die Anſtalt hinſichtlich des Geſundheitszuſtandes ihrer Lehrer i in dieſem Jahre„ wie in den letztvergangenen. Nach dem neuen Jahre erkrankten der Ober⸗ lehrer Lambert und der Schreiblehrer Ziſſeler ſo, daß beide bis zum Schluß des Se⸗ meſters ihren Unterricht auszuſetzen genöthigt waren. Auch der Elementarlehrer Herr konnte wegen eines immer zunehmenden Bruſtleidens vom Monat März an bis auf dieſe Stunde


