Jahrgang 
1851
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zufügen. Beſonders häufig iſt hier ſein Erſcheinen hinter et, ac etc., bei Antworten und Anführung von Bei⸗ ſpielen. C. Fin. 5, 22: Talibus exemplis... etiam historiae refertae sunt, et quidem maxime nostrae (und eben, und gerade, und fürwahr, und zwar). Tusc. 2, 11: Animadvertebas... versus ab his admisceri orationi. A. Ac multos quidem. Solche mit et quidem angereihte Sätze können ihrem logi⸗ ſchen Werthe nach auch zu den unter b beſprochenen Adverſativſätzen gehören, vgl. Cic. Cael. 5: Utebatur hominibus improbis multis: et quidem optimis se viris deditum esse simulabat.

Auch in Nebenſätzen des unter α und angegebenen Inhaltes, welche mit einem Relativum oder einer unterordnenden Conjunction anfangen, tritt quidem in ſeiner bekräftigenden, verſichernden Geltung hinter dieſe Verbindungswörter. Cic. Planc. 35: Tota Italia convenerat, cui quidem belli intestini metus inferebatur. Verr. 2, 1, 22: solet haec, quae rapuit,... nonnunquam dicere se emisse: quoniam quidem in Achaiam... mercator... missus est. Beſonders werden quandoquidem und siquidem zur Begründung eines Gedankens gebraucht und dann beiderſeitige Partikeln gewöhnlich in Ein Wort geſchrieben; ſeltener dient si quidem zur Hervorhebung der Bedingung, und die Verbindung des quidem mit quanquam iſt nur wenig im Gebrauch. Cic. Brut. 44: Quandoquidem tu istos oratores tanto opere laudas, vellem.... Cic. Mur. 11: Summa utilitas est in is, qui militari laude antecellunt, siquidem eorum consilio et periculo republica frui possu- mus. Cat. 2, 4: O fortunatam rempublicam, si quidem hane sentinam ejecerit(wenn wirklich, wenn ja, wenn anders). Vgl. das Capitel von den unterordnenden Conjunctionen.

6) Equldem(mit kurzem e vor qu) iſt eine Verſtärkung des quidem. Der Urſprung des anlautenden e bei dieſem equidem iſt dunkel: möglich, daß es eine Verſtümmelung von et wäre; annehmbarer jedoch dürfte es ſcheinen, daß e-quidem für ce-quidem ſtehe und e wegen des folgenden q durch Diſſimilation weggefallen ſei: kommt doch hic quidem, hoc quidem, wie bekannt, oft vor und ſtimmt doch auch dieſe Annahme zugleich zu der vorherrſchend häufigen Verbindung des equidem mit der erſten Perſon, indem von dieſer das Demonſtrativ hic(Gr. 50½) nicht eben ſelten gebraucht wird. Noch läßt ſich zur Unterſtützung dieſer Annahme cedo anfüh⸗ ren, deſſen anlautendes ce demonſtrativer Natur und auslautendes do eine Verſtümmelung von dato iſt, daher ihm denn auch dem Werthe nach hoc dato, huc dato entſpricht.

Equidem hat, jedoch in ſo weit mit geſteigertem Nachdruck, die Geltung des einfachen quidem, als es nicht immer enklitiſch ſteht und mehr Silbengewicht hat: es bekräftigt und verſichert alſo(beſonders häufig das, was den Redenden, die erſte Perſon angeht, weßhalb man denn auch das anlautende e von equidem auf ego hat zurückführen wollen) Ʒαl) bei verſchwiegenem Gegenſatze, z. B. H. S. 2, 5, 23: Dixi equidem et dico; 5) bei ausgeſprochenem Gegenſatze, als Liv. 3, 68: vellem equidem vobis placere, Quirites, sed multo malo vos salvos esse;) in Sätzen der Begründung, der Beſchränkung und genaueren Beſtimmung, der Einräumung. Vgl. mit der zuletzt angeführten Stelle C. Rab. Post. 3: Quid ergo senatum defendam hoc loco, judices? Omni equidem loco debeo: ita de me est meritus ille ordo. Sall. C. 51, 20: de timore supervacaneum est disserere;... de poena possum(alü: possumus) equidem dicere.

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Das Griechiſche Enklitikon6, Dor.G, Att. durch das i demonstrativum verſtärkt ε(daher rouroyt, rauνταιm⁴⁶) findet, wegen ſeines ſehr übereinſtimmenden Gebrauches mit quidem, neben dieſem eine nicht ungeeig⸗ nete Stelle; und ihm ſelbſt mag nachher noch das pronominale 10 folgen. iſt, wie der erſtere Theil von quidem, pronominalen Urſprunges, vielleicht ein abgeſchliffener Locativ oder Dativ fem. gen. und gehört zu dem Stamme, von dem es durch Erweichung des zu 7 hervorgegangen iſt(vgl. ds vom Stamme 16 S. 8 ob.);