Jahrgang 
1851
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gegeben, gemäß deren es als Modaladverb des Befremdens, der Verwunderung, Entrüſtung erſcheint und beſonders in Ausrufungen, Aufforderungen und Fragen ſteht. Cic. N. D. 1, 38: Hoc per ipsos deos quale tandem est? C. Phil. 1, 9: haec utrum tandem lex est an legum omnium dissolutio? C. in Cat. 1, 1: Quousque tan- dem( doch, in aller Welt) abutere Catilina patientia nostra? Ter. Andr. 5, 3, 4: Ain' tandem!

4) Die letzte Geltung von tandem giebt dem Gr., das nur in der Verbindung des fragenden 1e Oat; νς dαl; vorkommt, eine paſſende Gelegenheit hier ſeinen Platz zu wählen: denn eben dieſes Adverb, welches aus on. demonstrativum beſteht und nur der Atthis angehört, wo es in der Umgangsſprache häufig, in der edleren Sprache dagegen, wie z. B. bei den Tragikern, nur ſelten gebraucht wird, dient hauptſächlich .2) als Ausdruck fragender Verwunderung, indem es, der Grundbedeutung ſeiner Beſtandtheile entſprechend, entweder auf das nach der Ueberzeugung des Redenden Feſtſtehende und Richtige oder auf die widerſprechende Aeußerung des Angeredeten hinweiſt. Arist. Av. 64: ueαᷣ&⁵αμρνςσςσπασ.... Tl α,(was doch (oO) da(02 was denn da?). Id. Vesp. 1212: 08 eleνεεᷣ αατασνυ⁴αις. Mnòdμυςο... HG αi (wie doch dann? daß auch derartige deutſche Frageformeln, gleich den Griechiſchen, ſehr elliptiſch ſind, bedarf kaum der Erwähnung). Id. Plut. 156: roũcναν οdx dννυυmνο τιπμ οο K. 1(was doch dar? was denn dae was doch danne oder weniger genau: was denn anders? quidnam aliud? wofür der Grieche ſagen würde: rti. α);) zu raſchem, lebhaftem Uebergang auf einen anderen Gedanken, wo dal, wie jam und jetzt in quid jam? was jetzt? eine Beziehung auf das Folgende verlangt; klarer ausgedrückt wird dieſe Beziehung durch quid porro. Plat. Phaedon. p. 71, A: x u*v ε 1 Qœ✕εοοι vs 10 ςιέεαασεερον ν ε ςντεμοοωιι το στroν, Hdevse. Tl‿; dv α Tεενον τνιmννQQνꝙταασν, οmw eS dA,uε⁵νονοο ον,&dv Ouααοτεροωνο, εε dJ,αναντεον Häufig iſt in dieſer Weiſe 1⁰ α; Lat. quid igitur porro?

5) OQuidem iſt zuſammengeſetzt aus qui(das aber Verkürzung des i erlitten hat, gleich wie o in hodie und modo) und aus dem, und heißt eigentlich ſo ſchon(vgl.ſchon in obſchon), ſo eben, mit Bei⸗ behaltung der dem qui urſprünglich inwohnenden demonſtrativen Kraft; dem dient(wie in idem) zur Ver⸗ ſtärkung des Demonſtrativs und gewinnt ſonach ſelbſt demonſtrativen Werth(vgl. dum S. 2, dem dort eben⸗ falls in gewiſſem Umfange eine demonſtrative Geltung beigelegt werden mußte). Dieſe demonſtrative Bedeutung des quidem, welches nur enklitiſch ſteht, hat die Sprache dahin verwandt, daß ſie daſſelbe bei verſchiedenartigen oder entgegengeſetzten Begriffen determinativ(wenigſtens) und bei gleichartigen intenſiv(vollends, gar, erſt) gebraucht. Hierbei ſind folgende drei Hauptverhältniſſe zu beachten.

a) Der Begriff, welcher dem durch quidem hervorgehobenen, bekräftigten, geſteigerten gegenüberſteht, iſt nicht beſonders ausgeſtellt und nur aus dem Zuſammenhange zu erſehen, wo dann auch quidem je nach der Formation der Periode und je nach dem Connerxus zunächſt bei einem bloßen Pronominale ſteht. Cic. Tusc. 1, 22: Est illud quidem vel maximum animo ipso animum videre(Vieles iſt groß, jenes vollends, jenes gerade das Größte..Y. Cic. Phil. 1, 5:(dixit) nimis iracunde hoc quidem et valde intemperanter(dieſes wenig⸗ ſtens, gewiß, wenn auch nicht das Uebrige). So namentlich tritt quidem zu ille, wenn Letzteres appoſi⸗ tionel noch einmal auf ein ſchon genanntes Nomen hinweiſt, z. B. Cic. Tusc. 4, 28: omnis ejusmodi pertur- batio animi placatione abluatur illa quidem cum doceas, nec bonum illud esse, ex quo laetitia aut libido oriatur; nec malum, ex quo aut metus aut aegritudo. Beſonders auch iſt der Gebrauch des hervorhebenden quidem nach einem oder mehreren Wörtern oder ſelbſt einem durch eine Conjunction eingeleiteten Nebenſatze zu erwähnen, wo dieſe durch vorausgehendes ne negirt ſind. Cic. Div. 2, 9: Ne utilem quidem arbitror esse futurarum rerum scientiam(ſelbſt nicht, nicht einmal). Caes. C. 2, 33: Ne Varus quidem Attius