T erti a. Ordinarius: Professor Dr. Schirlitz, mit 16 wöchentlichen Lehrstunden.
A. Sprachen: 20 Stunden. I. Lateinisch. 1) Lectüre: Jul. Caes. de Bello Gal- Jico Lib. V, Cap. 57 bis VII. Cap. 12 mit schriftlichen Uebersetzungen und Memorirübungen. 5 St. Der Ordinarius. Ovid. Met. Lib. III. IV.(mit Auswahl) nebst den erforderlichen prosodisch-metrischen Einübungen(nach Siberti). 2 St. Der Director. 2) Grammatik nach Siberti mit schriftlichen Beispielen. 1 St. 5) Wöchentliche Exercitien, Extempora- lien, monatliche Probearbeiten und(im Sommer) Privatlectüre: Ausgewählte Stücke aus der Friedemann'’schen Chrestomathic. 2 St. Der Ordinarius.— II. Griechisch. 1) Leec- lüre: Jacobs Elementarbuch: Verba auf αα bis Ende des ersten und einige Abschnitte des zweiten Cursus, mit Memorirübungen. 2 St. Hom. Odyss. Libr. VI. v. 147 bis 250. 2 St. 2) Grammatik(nach Buttmann): Verba auf, unregelmässige Verba, nebst Repetition frii- herer Abschnitte. 1 St. 5) Schriftliche Uebungen aus Rost's erstem und zweitem Cursus.
1 St. Der Ordinarius.— III. Deutsch. Grammatik: die Satzverbindungs- und Inter- punctionslehre, nach des Lehrers Schulgrammatik. Lectüre in Bach's Lesebuch. Declama- tion und freie Vorträge. Alle drei Wochen ein Aufsatz. 2 St. Herr.— IV. Franzö-
sisch. Grammatik(nach Rnebel) vom Anfang bis zu den unregelmässigen Verben, mit mündlichen und schriftlichen Uebungen im Uebersetzen aus dem Deutschen ins Französische und umgekehrt(nach Scotti und Fulda). 2 St. Herr.
B. Wissenschaften: 11 Stunden. I. Religionslehre. Erklärung des Rrum- macher'schen Ratechismus. 1 St. Bibellesen: Hebräerbrief von Cap. 7 an, Brief Jakobi, Judä, Evangelium Matthäi bis Cap. 22. Halhjährige schriftliche Arbeiten. 1 St. Der Or- dinarius.— II. Geschichte. Die Hauptmomente der Weltgeschichte bis in die neuere Zeit, mit Geographie, nach des Lehrers Compendium und Atlas. 3 St. Graff.— III. Mathematik. Im Winter: Arithmetik: Rurze Wiederholung der ersten Elemente, Brüche, Decimalbrüche, entgegengescetzte Grössen, Buchstabenrechnung; Ausziehung der Quadratwurzel. Im Sommer: Geometrie von Anfang an; Parallellinien; Congruenz der Dreiccke; Anfangsgründe der geometrischen Analysis; pythagoräischer Lehrsatz; Theilung und Verwandlung. Algebraische Uebungen(nach Grunert). 4 St. Lambert.— IV. Na- turgeschichte. Im Winter: Allgemeine und besondere Mineralogie. Bestimmen der Mineralien(nach dem Handbuche des Lehrers). Im Sommer: Botanik. Anatomie und Physiologie, lat. Terminologie, Systemkunde, Bestimmen einheimischer Gewächse(nach der Aunleitung des Lehrers). 2 St. Herr.


