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Intercellulargängen oxydirt und abgeſtoßen, dann von den Zellen eingeſogen und nachdem er, bei beſtändigem Kreislauf in denſelben, mit einem Theile der nährenden Subſtanzen, auch ſeinen Sauerſtoff an die inneren Seiten derſelben abgeſetzt hat, alſo desoxydirt wor⸗ den, wird er zu den Spiralgefäßen zurückgezogen und von Neuem orxydirt, abgeſtoßen ꝛc. Das iſt die oben,§. 6, erwähnte Wechſelwirkung der Elemente; das Waſſer in den Inter⸗ cellulargängen, der Saft, enthält die Beſtandtheile der Pflanze in aufgelöſtem Zuſtande, die Luft in den Spiralgefäßen polariſirt den Saft und bereitet dadurch die aufgelöſten Be⸗ ſtandtheile zum Niederſchlag in den Zellen, zur Aſſimilation, vor. Es iſt dies dieſelbe Er⸗ ſcheinung, derſelbe Vorgang, den wir mit einer kleinen Abweichung im thieriſchen Organis⸗ mus wieder finden, wie wir bereits oben geſehen. Daß aber durch ſolches Aſſimiliren der Nahrungstheile, durch Bildung neuer Zellen, neuer Gefäße ꝛc., des Saftes im Organis⸗ mus weniger werden und dieſer Saftverluſt eine vermehrte Einſaugung zur Folge haben muß, iſt von ſelbſt klar. Die durch den Sauerſtoff bewirkte Polarität findet aber nicht bloß ſtatt zwiſchen dem Safte und den Spiralgefäßen, ſondern ſelbſt eine Zelle wird gegen die andere polar, was eine Bewegung der Flüſſigkeit von Zelle zu Zelle zur Folge hat. Da nun aber der Sauerſtoff von Oben in die Pflanze kommt, ſo iſt es natürlich, daß der Saft auch am ſtärkſten nach Oben gezogen wird, daß ſeine Hauptbewegung nach Oben ge⸗ hen muß.— Daneben ſind es Licht und Wärme beſonders, welche zwiſchen Stamm⸗ und Wurzelwerk, zwiſchen dem Oben und Unten, den polaren Gegenſatz hervorrufen, durch den der Saft nach Oben gezogen wird, während die Schwerkraft nach unten zieht. Das Licht wirkt nicht nur durch Saſtzerſetzung in den Blättern und andern weichen Theilen der Pflan⸗
zen auf die Bewegung der Säfte mächtig ein; ſondern auch durch Entziehung des Sauer⸗
ſtoffes, Desoxydation, wodurch nebenbei die grüne Farben dieſer Theile hervorgebracht wird; beſonders aber durch ſeine Entbindung des Wärmeſtoffes, dieſer zweiten äußeren Potenz. Die Wärme iſt die Urſache der Verdunſtung des Saftwaſſers, und dieſe iſt daher ſtärker, wo mehr Wärme durch die Sonnenſtrahlen entbunden wird, alſo ſtärker an den oberen Theilen, den Zweigen und Blättern des Baumes, als am Stamme desſelben; ſie iſt ſtär⸗ ker in höherer, ſchwächer in niedrigerer Temperatur, daher ſtärker im Sonnenlichte, als im Schatten, ſtärker am Tage, als in der Nacht, ſtärker im Sommer, als im Winter.
mäßig dieſes Gas einziehen, nicht umſtoßen; denn wir dürfen wohl kaum annehmen, daß die Sonne etn Vierttheil der Geſammtzeit des Jahres eine Pflanze beſcheine.


