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nebſt logiſchen und grammatiſchen Beſprechungen über den einfachen Satz und deſſen Erweiterung, über die einfache Satz⸗ verbindung und deren Interpunction. 2) Orthographie, Uebung im Declamiren und im Vortrage von Erzählungen und Beſchreibungen. 3) Aufſätze erzählenden und beſchreibenden Inhalts, nebſt Abſchriften, als Correctur derſelben. 4 St. Rüttger.
B. Wiſſenſchaften. I. Religionslehre: 1) Katechismus von Krummacher, mit Auswendiglernen von Bibelſprüchen. 2) Bitliſche Geſchichte des neuen Teſtaments. 2 St. Herr.— II. Geſchichte und Geographie: 1) Biographiſches aus der Geſchichte der Griechen. 1 St. 2) Das Faßlichſte aus der mathematiſchen und phyſiſchen Geographie, dann Deutſchland(nach dem Abriß des Lehrers). 3 St. Herr.— III. Rechnen: Numeriren, vier Species in gleich- und verſchieden benannten Zahlen, elementare Proportionslehre; Regel de Tri, die Bruchrechnungen, Regel de Tri in Brüchen, zuſammengeſetzte Regel de Tri. 4 St. Lambert.— IV. Naturgeſchichte: Zoologie: die wirbelloſen Thiere bis in die Claſſe der Inſecten. 2 St Herr.
C. Schönſchreiben: deutſche und lateiniſche Buchſtaben, nach der Folge ihrer kalligraphiſchen Entſtehung und Zuſammenſetzung zu Wörtern und ganzen Sätzen. Rüttger.
Die in dem Religionsunterrichte für die katholiſchen Schüler der Anſtalt behandelten Gegenſtände ſind folgende:
A. Prima und Secunda. I. Abtheilung: Kurze Darſtellung der Unterſcheidungslehren, ſo weit dieſelben durch Bekenntnißſchriften ausgeſprochen ſind, und zwar: a) allgemeine Glaubenslehre: über die Quellen und den Weg zum Glauben; b) beſondere Glaubenslehre: über die Eigenſchaften Gottes und ſeine Perſönlichkeit; über den Zuſtand des Menſchen vor und nach der Sünde; von der Perſon des Erlöſers, dem Werke des Erlöſers und die Lehre von der Rechtfertigung.— II. Abtheilung: die Lehre von Gott dem Vater, dem allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden, von Gott dem Sohne und heil. Geiſte, dem Erlöſer und Heiligmacher der Menſchen; von der Einſetzung des Menſchen in die ihm zubereitete Erlöſung und Heiligung, d. i. von der Rechtfertigung. Die Lehre von dem Leben des Menſchen im Stande der Heiligung: a) in der Richtung auf Gott, b) in der Richtung auf die Welt, c) von den Thatbeweiſen unſerer Ehrfurcht und Liebe gegen Gott, und unſerer wechſelſeitigen Achtung und Liebe untereinander.
B. Tertia. Die nämlichen Gegenſtände, wie in der zweiten Abtheilung, nur weniger ausführlich.
C. Quarta und Quinta. Daſeyn Gottes; Offenbarung, Bibel, Erblehre; Eigenſchaften Gottes; Schöpfung, Vorſehung, Sündenfall der erſten Menſchen. Von der Erlöſung und der Heiligung. Die Heilsmittellehre. Von der Vollendung des göttlichen Reiches in der Menſchheit.— Von den Geboten und Pflichten überhaupt. Pfarrer Wolf.
In den Geſangſtunden hatten die Anfänger Uebung der Stimme und des Ohres, Kennenlernen der Noten, Töne, Dur- und Moll-Leiter, Ton- und Tactarten, im Treffen leichter Intervallen und Singen einfacher Sätze, ein⸗ ſtimmiger Lieder und Choräle. Mit den Geübteren wurden vierſtimmige Lieder, Chorgeſänge und Motetten geübt, und dabei die Lehre von den Accorden, Verſchiedenheit der Formen derſelben, durchgenommen. Cantor Franke.
Beim Unterrichte im Zeichnen waren die Schüler in drei Abtheilungen(mit je 2 wöchentlichen Lehrſtunden) geſchieden, ſo zwar, daß der unteren die Elemente der freien Handzeichnung, Linearumriſſe von einfachen Gegenſtänden, Schattiren ebener Flächen und der Cylinder; der mittleren Linearumriſſe von Gruppirungen einfacher Gegenſtände, Schattiren von Landſchafts-, Blumen- und Körpertheilen, der oberen verſchiedene Gegenſtände und deren Gruppirung, ſowohl in Umriſſen als auch mit ſchwarzer Kreide und Bleiſtift ausgeführt, zur Beſchäftigung vorlagen. Rüttger.
Auch die Turnübungen haben, von dem Schützen-Unterofficier Adolph Kornatis geleitet, während des Sommer⸗ Semeſters(vom 21. April an) in der bereits früher bezeichneten Weiſe(ſ. das vorjährige Programm S. 30) ſtattgefunden. Daſſelbe gilt von der Schwimm- und Badeanſtalt, welche ſeit dem 9. Juni eröffnet und unter regelmäßige Aufſicht geſtellt war.


