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derungen und Anſprüche des Lebens, und die Anleitungen und Lehren, die er empfangen, nicht ſelbſtſtändig weiter zu verfolgen, ſeine geiſtigen Kräfte nicht gehörig zu entwickeln, und ſo in ſeiner Vervollkommnung und Ausbildung nur ein ſehr niedriges, beſchränktes Ziel zu erreichen vermochte,— doch bei weitem der Mehrtheil, dieß ſind wir von dem Fortſchreiten und Beſſer⸗ werden der Menſchheit überzeugt, bei weitem der Mehrtheil hat unſerer Anſtalt Ehre gemacht, und ſteht da mit rüſtiger Kraft und wirkt und ſchafft, ein Jeder nach der Gabe, die er em— pfangen hat, ein Jeder nach dem Kreiſe, in den er hingewieſen, ſo viel des Guten und Rech— ten, als ihm nach menſchlicher Weiſe möglich iſt,— bei weitem der Mehrtheil hat ſich eben hierdurch die Liebe, die Achtung und das Vertrauen ſeiner Mitmenſchen zu erwerben gewußt! — Unsd ſollten ſie, dieſe Beſſeren, dieſe für das Gute, das Wahre und Höhere Gewonnenen, ſollten ſie nicht zuweilen auch mit Dankbarkeit und Freudigkeit zurückblicken nach der Stätte hin, wo ſie die erſte Anregung zu ihren beſſeren Entſchließungen, die erſte geregelte Entwicke⸗ lung ihrer geiſtigen Kräfte empfingen, wo ſie den Grund legten zu ihrem künftigen Streben und Wirken, ihrem künftigen Glück ſollten ſie nicht anerkennen die Sorgen und Mühen, die Anſtrengungen und Opfer, die ihnen damals ihre Lehrer mit dem beſten väterlichen Willen, mit unverdroſſener Selbſtverläugnung für ihr Heil und Wohl ſo bereitwillig und freudig dar— gebracht? Ja, dieß hoffen wir, dieſe Ueberzeugung haben wir! Und wo gibt es einen ſchöneren Lohn für Mühen und Anſtrengung, wo eine erhabenere Vergeltung, als das Bewußtſeyn, das Gute und Rechte gewollt und erſtrebt zu haben? wo eine lohnendere Erfahrung, als die der dankbaren Anerkennung? wo eine reinere Freude, als die, liebliche Früchte zu erndten von dem Saamen, den man in Hoffnung und Liebe ausgeſtreut? Und ſo wollen wir denn auch in dieſer Hoffnung und Ueberzeugung, in dieſem Bewußtſeyn und in dieſer Freudigkeit mit Gottes Hülfe fortfahren in unſerem Wirken und Schaffen, wollen, wenn uns auch trübe Berührungen treffen ſollten, feſt halten an der Zuverſicht, daß er, der Allweiſe und Gütige, der in dem langen Zeitraume von 25 Jahren unſere Anſtalt durch die mancherlei Wechſel und Umgeſtal⸗ tungen glücklich hindurch geführt, ſie auch ferner unter dem Schutze wohlwollender Behörden, unter dem Vertrauen ehrenwerther Männer in ihrem Gedeihen und Aufblühen erhalten und ihre Beſtrebungen zunächſt zum Heile und Wohle unſerer Stadt und unſeres Vaterlandes ſegnen werde!
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