Jahrgang 
1842
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wahrung, die ein dreifaches Unglück von Schule und Haus fern gehalten, aber auch ein ernſtes Warnungszeichen zur Beachtung für die Jugend hingeſtellt hat!

Der Geſundheitszuſtand der Lehrer wie der Schüler war, insbeſondere im Sommerhalbjahre, mehrfachen Wechſeln unterworfen, ſo daß, mit alleiniger Ausnahme des Herren Fries, in dem abgelaufenen Schuljahre kein Lehrer von einzelnen Erſcheinungen des Unwohlſeyns frei blieb, längere Zeit jedoch nur die Herren Fritſch, Graff, Herr und Lambert, zum Theil gleichzeitig, ihrer Berufsthätigkeit entzogen wurden, und unter den Schülern, namentlich in Folge wiederholter Erkältungsübel, öftere Schulverſäumniſſe vorkamen.

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Dritter Abſehnitt. 4 Statiſtiſche Ueberſicht. A. Nachweis der Schülerzahl.

Das Sommerſemeſter des vorletzten Schuljahres 184%¾ ſchloß mit dem Beſtande von 100 Schülern. Nachdem nun am Schluſſe des Jahrescurſus außer den(im Programm v. J. 1841 S. 38. namentlich aufgeführten) 4 Abiturienten, welche die Univerſität bezogen, auch noch 13 Zöglinge in Folge anderweiter Beſtimmungen abgegangen waren, verblieben der Anſtalt im Ganzen 83 Schüler. Nach erfolgter Aufnahme von 43 neuen Schülern, wurde das Winterſemeſter des gegenwärtigen Schuljahres mit der Geſammtzahl von 126 Schülern eroͤffnet. Am Schluſſe des Winterſemeſters verließen die Anſtalt im Ganzen 11 Schüler; darunter(nach beſtandener Prüfung) die drei Abiturienten: Eduard Thorn, geboren zu Neuwied, 20 ½ Jahr alt, 5 ½ Jahr auf hieſigem Gymnaſium, davon 2 ½ Jahr in Prima; Carl Liebrich,

eboren zu Odenhauſen im Kreiſe Wetzlar, 20 ½¼ Jahr alt, 5 Jahr auf hieſigem Gymnaſium, davon 2 ½ Jahr in Wua Ludwig Tuttmann, geboren zu Eſſen, 22 ½ Jahr alt, 1 ½ Jahr auf hieſigem Gymnaſium(früher auf dem Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt), 2 ½ Jahr in Prima überhaupt; der erſte um auf der Univerſttät zu Heidelberg Medicin, der zweite in Halle Theologie, der dritte in Bonn Jurisprudenz zu ſtudieren. Außerdem hatte ſich noch der Studioſus der Medicin, Albert Vorſter, aus Hamborn bei Duisburg, auf dem Gymnaſium zu Marburg gebildet, der hieſigen Abiturienten-Prüfung angeſchloſſen, um, mit dem Zeugniſſe der Reife verſehen, einen dereinſtigen Wirkungskreis in ſeinem Geburtslande Preußen ſich zu eröffnen. Da zu dem Beſtande von 115 Schülern, womit das Winterſe⸗ meſter abſchloß, im Laufe des Sommerſemeſters 8 neue hinzukamen, und nur einer mittlerweile zu einer anderen Be⸗ ſtimmung abgegangen iſt, ſo beträgt die Geſammtzahl gegenwärtig 122, welche in folgender Weiſe durch die einzelnen Claſſen vertheilt ſind: in Prima 12, in Secunda 19, in Tertia 22, in Quarta 23, in Quinta und Serta 46, mit Einſchluß folgender vier Primaner, welche, nach beſtandener Abiturienten-Prüfung, am Schluſſe des gegenwärtigen Schul⸗ jahres öffentlich zur Univerſität entlaſſen werden ſollen: Albert Petry, geboren zu Braunfels, 19 ½ Jahr alt, 4 ½ Jahr auf hieſigem Gymnaſium, davon 2 Jahr in Prima, gedenkt in Bonn Philologie zu ſtudieren; Carl Wieber, geboren zu Oberroßbach im Großherzogthum Heſſen, 19¼ Jahr alt, 6 Jahr auf hieſigem Gymnaſium, 2 Jahr in Prima, hat ſich für das Studium der Theologie beſtimmt, und wird die Univerſität Halle beziehen; Wilhelm Dönicke, geboren zu Niederkleen im Kreiſe Wetzlar, 18 ¾ Jahr alt, 8 Jahr auf hieſigem Gymnaſium, 2 Jahr in Prima, bezieht die Univerſttät Gießen, um daſelbſt Medicin zu ſtudieren; Guſtav Graff, geboren zu Wetzlar, 19 Jahr alt, 10 Jahr auf dem Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt, 2 Jahr in Prima, wird auf der Univerſität Bonn Philologie ſtudieren.

B. Stand des Lehrapparates.

I. Die Gymnaſialblibliothek wurde durch folgende Werke vermehrt:

1) Durch Schenkung: a. Von Seiten des Königlichen Hohen Miniſteriums der Geiſtlichen ꝛc. Angelegenheiten und des Königlichen Hochlöblichen Rheiniſchen Provinzial⸗Schulcollegiums: 1) Encyclopädiſches Wörterbuch der medicin. Wiſ⸗ ſenſchaften, Band 25. 26. 27. 2) Rheiniſches Muſeum, Supplemb. II. 3te Abtheil. 3) Geſchichte des Preuß. Staates, von Jentſch. 4) Hegel's Werke, 7ter Band. 5) Elementa logices Aristotel. illustr. F. A. Trendelenburg. 6) Die Rheinprovinz unter Preußen, von Willemſen. 7) Erläuterungen zu den Elementen der Ariſt. Logik, von F. A. Tren⸗ delenburg. 8) Programme und Gelegenheitsſchriften: 1 von 1840, 149 von 1841, und 41 von 1842. b. Anderweit: 1) Elemente der Arithmetik und Algebra ꝛc. für die mittleren Claſſen. 2ter Theil, von der löblichen Riegel'ſchen Buch⸗ handlung zu Potsdam. 2) Joan. Spangenbergii Trivii Erotematum pars prima, von dem Primaner Franz Razen. 3) Chrestomathia Ciceron. concinn. Fr. Tr. Friedemann. Vol. I. P. E edit. III., von Herrn Buchhändler Meyer, sen. zu Braunſchweig.

2) Durch Anſchaffung(zum Theil Fortſetzungen): 1) Henr. Stephanus. Thesaur. graec. lingu. Vol. III. Fasc. 8. Vol. IV. Fasc. 7. und Vol. IV. Fasc. 3. 2) Lexicon Euripid. ab Aug. Matthia inchoat., confec. C. et B. Mat- thiae, Aug. filii. Vol. I. 3) Schloſſer's Geſchichte des 14ten und 15ten Jahrhunderts. 2ter Theil. 4) Bach's