Jahrgang 
1897
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In Obersekunda. 1. Deutsch: Nibelungenlied. Ausblicke auf nordische Sagen und die grossen germanischen Sagenkreise, auf die höfische Epik und Lyrik nach dem Lesebuche von Worbs. Wallensteins Lager. Götz. Egmont. Privatim: Gudrun. Maria Stuart.

2. Lateinisch: Livius XXII, XXIII und XXX; Sallust, Catilina; Cicero pro rege Deiotaro; Vergil Aeneis VI XII mit Auswahl.

3. Griechisch: Xenophon, Memorabilien; Herodot VI, VII; Homer Odyssee VIIXXI mit Auswahl.

4. Französisch: Wershoven, Voyageurs et inventeurs célèbres; Töpffer, Nouvelles Genévoises.

5. Englisch: Aus dem Lehrbuche von Tendering.

In Untersekunda, 1. Deutsch: Schillers Glocke; Jungfrau von Orleans. Lessings Minna von Barnhelm. Goethes Hermann und Dorothea. Einiges aus dem Lesebuche von Hopf und Paulsiek.

2. Lateinisch: Cicero de imperio Cn. Pompei; Livius XXI; Vergil Aeneis, IV mit Auswahl. 3. Griechisch: Xenophon, Anabasis III, IV; Homer, Odyssee IVI mit Auswahl.

4. Französisch: Stücke aus dem Übungsbuche von Plötz-Kares; Thiers, Napoléon à Sainte-Hélene.

In den genannten Klassen wurden folgende Aufsätze geschrieben:

In Obersekunda: 1. Charakteristik Siegfrieds nach dem Nibelungenliede. 2. Mit welchem Rechte wird das Nibelungenlied das Hohelied der Treue genannt? 3. Klassenarbeit: Wie gelingt es den Mannen Hetels, Hilde für ihren Herrn zu gewinnen? 4. Vorfabel zuMaria Stuart. 5. Mit welchem Rechte wird SchillersHandschuh ein Nach- und Gegenstück zumTaucher genannt? 6. Klassenarbeit: Was erfahren wir aus dem ersten Aufzuge desEgmont über das Verhältnis des niederländischen Volkes und Adels zur spanischen Regierung? 7. Wodurch wird in GoethesEgmont der Untergang des Helden herbeigeführt? S. Klassenarbeit: Recht und Schuld des Ritters Götz von Berlichingen.

In Untersekunda: 1. Arion. 2. Arion und Ibykus(ein Vergleich). 3. Minna von Barnhelm und Riccaut de la Marlinière, ein deutsches Mädchen und ein französischer Glücksritter. 4. Unsere letzte Turnfahrt(Klassenaufsatz). 5. Tellheim, Werner, Just, als Vertreter des Soldatenstandes im Heere Friedrichs des Grossen. 6.Wohlthätig ist des Feuers Macht. 7. Der Monolog Johannas in SchillersJungfrau von Orleans'(Klassenaufsatz). 8. Was erfah- ren wir in dem Prolog zu SchillersJungfrau von Orleans über das Vorleben der Johanna? 9. Hermanns Jugend und seine Eigenschaften.(Nach den Gesängen I-IV ausHermann und Dorothea.) 10 Prü zungsaufsatz: Dar stellung des Geschichtlichen in Goethes Hermann und Dorothea.

Von dem Unterricht in der evangeliſchen Religionslehre waren 13 Schüler zeitweise be- freit, weil sie den in dieselben Stunden fallenden kirchlichen Religionsunterricht besuchten.

Am hebräischen Unterricht nahmen teil: 2 Schüler der I, an dem engliſchen Unterrichte beteiligten sich in I 9 Schüler, in OII 8 Schüler.