Jahrgang 
1885
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Nürnberg 300, H. von Lobdeburg 100, ein Herr von Neifen 50, R. von Nordhausen, ein Erfarter Bürger 162 ½, Walther von Brunshorn 200, W. von Arnstein 300, der Bruder Volbert 200, Guntram von Schweinsberg 100, die Grafen von Henneberg 1100, der Graf von Waldenberg 300, der Burg- graf von Querfurt 100, Hertnid von Wasungen 40, der Truchsess von Schlotheim 25, H. von Hel- drungen 50, die Erfurter Bürger Hartung, Hotirmann und Hugo Lang 600, Marschall Helwig 1052, Friedrich von Schleiden 30 Mark.(N. Archiv I p. 197.)

An Anstrengungen liessen es also die Gegner des Hohenstaufenhauses nach keiner Seite hin fehlen. Welchen Erfolg sie mit denselben hatten, musste zunächst der Reichstag von Frankfurt ergeben. Heinrich Raspe war von Veitshöchheim nach Thüringen zurückgekehrt. Am 22. Juni liess ihn der Papst durch Philipp von Ferrara auffordern, Bischof Heinrich von Bamberg aus der Gefan- genschaft Bertholds von Käfernburg zu befreien(Potthast. N. 12170 a). Der Landgraf zog gegen Berthold, einen Neffen des Erzbischofs Wilbrand von Magdeburg, und zwang ihn den seit Ausgang des Jahres 1245 in Gewahrsam gehaltenen Bischof zu entlassen.(Annal. Reinh. p. 225). Am 21. Juli treffen wir ihn wieder auf der Wartburg, wohl gerade auf dem Zuge zu dem ausgeschriebenen Reichstage begriffen; in seiuner Umgebung befanden sich die Grafen Heinrich von Schwarzburg, Friedrich von Beichlingen, Dietrich von Berka, der Kämmerer von Vanre, Marschall Helwig, Rüdiger von Wassenburg u. a.(Böhmer-Ficker N. 4869).

In eben diesen Tagen(20. Juli) gelang es Erzbischof Konrad von Köln, mit dem Grafen Adolf von Berg ein Schutz- und Trutzbündnis wider König Konrad abzuschliessen, indem er ihm Hilfeleistung und Entschädigung zusicherte, falls ihm aus diesem Bündnisse Krieg oder Widerwärtig- keiten erwachsen sollten.(Lacomblet II 303).

Konrad IV. verweilte unterdessen in Schwaben. Von Rothenburg aus erliess er den Bürgern von Frankfurt im Hinblick auf ihre stets bewährte Treue die Busse, die sie durch die Ermordung der Juden, der königlichen Kammerknechte, verwirkt hatten. Zu Esslingen belehute er im Mai seine Getreuen Konrad und Wittekind von Merenberg, welche sich ihm und dem Kaiser schriftlich zur Treue verpflichtet hatten, mit der Vogtei in Wetzlar und mit der Jurisdiktion im Hüttenberg(H. B. VI p. 870). Am 31. Mai versprach er zu Ulm Gerhard von Sinzig für die Unkosten, die dem- selben um die Burg Landskrone erwachsen waren, 100 Mark und verpfändete ihm die Zinsen von Lubsdorf und den Reichswald von Hoevile(eb. p. 872). Ebendenselben forderte er am 9. Juni 1246 zu Schwäbisch-Hall auf, unverzüglich an Konrad von Brauneck 100 Mark von dem Juden, den er in Gefangenschaft hielte, auszuzahlen.(H. B. a. a. O.). Auf diese dürftigen Notizen, in denen uns nur die Aufenthaltsorte Konrads mitgeteilt werden, beschränkt sich unsere ganze Ueberlieferung über die Thätigkeit desselben während des Vorsommers 1246.

Der 25. Juli rückte heran. Konrad IV. war entschlossen, den ausgeschriebenen Reichstag zu verhindern, ¹) und setzte sich deshalb in Frankfurt fest, hier seine Gegner zu erwarten. Am 24. Juli bezog er eine günstige Stellung auf dem rechten Mainufer, am folgenden Tage erfolgte der erste Zusammenstoss mit dem Feinde. Gleich bei Beginn des Treffens liessen die schwäbi- schen Grafen Ulrich von Würtemberg, Hartmann von Gröningen und der Herr von Helfenstein, mit 7000 Mark von Siegfried von Mainz erkauft und durch das Versprechen von Gebietser-

¹) H. B. VI p. 452 volens nobis indicte curie celebrationem totis viribus prohibere. Heinrich Raspe hatte vermutlich den Main schon überschritten und befand sich auf dem linken Ufer desselben; auf diesem wurde auch der Reichstag abgehalten.