Jahrgang 
1878
Einzelbild herunterladen

14

3) Für das physikalische Cabinet wurden geschenkt:

1 Filtrirgestell 1 Gasentwickelungsapparat 9 Abdampfschalen 2 Tigel 3 Trichter 2 Drahtdreiecke 2 Glasplatten Platindraht und Blech Gummischlauch 1 Zange 1 Bürstcehen 1 Pincette 4 Reductionsröhrchen(vom Handelsverein in Wetzlar).

Ferner wurden angekauft: Ruhmkorff'scher Apparat Apparat nach Muschenbrock nebst 2 Lampen dazu Contractionsapparat Milchprober nach Eisbein Aräometer Thermoelectrisches Rechteck 1 Paar Bell's Telephone nebst Leitungsdraht Barometerprobe Quecksilber- regenapparat.

Für alle obigen Geschenke im Namen der Anstalt den verbindlichsten Dank!

4) Für die Turnhalle sind angeschafft:

4 Klettertaue Cocusmatte zu Springübungen 12 Paar Hanteln Gerstangen.

III. Chronik des Gymnasiums.

Das neue Schuljahr begann Montag den 16. April 1877, nachdem in der Woche vorher die Auf- nahmeprüfungen stattgefunden hatten. In die 4. ordeutliche Lehrerstelle trat Dr. Georg Regel ein, bis dahin commissarischer Lehrer am Gymnasium zu Celle. Im Laufe des Schuljahrs haben keine Veränderungen im Lehrercollegium stattgefunden.

In der Woche vom 25. bis 30. Juni wurde die schriftliche Abiturientenprüfung abgehalten.

Am 16. Juli wohnte] der General-Superintendent der Rheinprovinz Herr Dr. theol. Nieden dem Religionsunterrichte in den Klassen Prima, Secunda, Tertia und Quinta bei.

Am 24. Juli machten die Schüler unter Führung des grösseren Theils der Lehrer eine Turn- fahrt, die oberen Klassen über Sinn, Greifenstein nach der Dianaburg, die unteren Klassen direct nach der Dianaburg.

Am 6. August wurde die mündliche Abiturientenprüfung unter dem Vorsitze des Directors ab- gehalten; sämmtliche 3 Abiturienten erhielten das Zeugniss der Reife(s. Seite 16). Es war dies die letzte ordentliche Herbst-Abiturientenprüfung, da fernerhin die Prüfungen gegen Schluss des Schul- jahrs zu Ostern stattfinden werden.

Vom 8. August an wurde der Gymnasiallehrer Dr. Regel als Reservelieutenant zu einer 6wöchentlichen Manöverübung einberufen.

Am 18. August wurde das Sommersemester geschlossen.

Durch die in der Rheinprovinz übliche Vertheilung der Ferien werden die Lehrer in der Regel von dem Besuche der allgemeinen Versammlungen der Philologen und Schulmänner Deutschlands ausgeschlossen. Er war daher eine sehr dankenswerthe Anordnung des Königlichen Provinzial-Schul- Collegiums, dass durch Verlängerung der Herbstferien den Lehrern unserer Anstalt die Möglichkeit